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Andacht zur Todesstunde Jesu in Albungen

Fr 10.04.2009 17:31
Wieder half uns das stille Bild, das von Brunhilde Beyer-Friedrich gestaltet wurde, der Bedeutung dieses Tages inne zu werden: Der Tag der Niedrigen, die erhöht werden, der Gedemütigten, die ihr Recht bekommen, der Verlorenen, die gefunden werden.
Für sie ist es der Tag des Heils.
Für die aber, die der Gewalt frönen, das Recht beugen und mit der Liebe Spott treiben, ist der Tag des Gerichtes.
So ist er beides für uns: in Gnade gehültes Gericht.


Jesaja 52, 13ff
13 Siehe, meinem Knecht wird's gelingen,
er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein.
14 Wie sich viele über ihn entsetzten,
weil seine Gestalt häßlicher war als die anderer Leute
und sein Aussehen als das der Menschenkinder,
15 so wird er viele Heiden besprengen,
daß auch Könige werden ihren Mund vor ihm zuhalten.
Denn denen nichts davon verkündet ist,
die werden es nun sehen,
und die nichts davon gehört haben, die werden es merken.

53,1 Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde,
und wem ist der Arm des HERRN offenbart?
2 Er schoß auf vor ihm wie ein Reis
und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich.
Er hatte keine Gestalt und Hoheit.
Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.
3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste,
voller Schmerzen und Krankheit.
Er war so verachtet,
daß man das Angesicht vor ihm verbarg;
darum haben wir ihn für nichts geachtet.
4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit
und lud auf sich unsre Schmerzen.
Wir aber hielten ihn für den,
der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet
und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten,
und durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe,
ein jeder sah auf seinen Weg.
Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.
7 Als er gemartert ward, litt er doch willig
und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm,
das zur Schlachtbank geführt wird;
und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer,
tat er seinen Mund nicht auf.
8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen.
Wer aber kann sein Geschick ermessen?
Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen,
da er für die Missetat meines Volks geplagt war.
9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern,
als er gestorben war,
wiewohl er niemand Unrecht getan hat
und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.
10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit.
Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat,
wird er Nachkommen haben und in die Länge leben,
und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.
11 Weil seine Seele sich abgemüht hat,
wird er das Licht schauen und die Fülle haben.
Und durch seine Erkenntnis wird er,
mein Knecht, der Gerechte,
den Vielen Gerechtigkeit schaffen;
denn er trägt ihre Sünden.
12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben,
und er soll die Starken zum Raube haben,
dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat
und den Übeltätern gleichgerechnet ist
und er die Sünde der Vielen getragen hat und
für die Übeltäter gebeten.
Karfreitag 2009 Albungen

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