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Jugendgottesdienst zum Reformationsfest in Datterode

Mi 03.11.2004
Unter dem Thema: "Freiheit für Jack… - Halloween - die Reformationsparty fand in Datterode ein Jugendgottesdienst zum Reformationsfest für den ganzen Ringgau statt.
Der Gottesdienst nahm die Legende von Jack o’Lantern (einer der Gründungslegenden von Halloween) auf: Jack hat zu Lebzeiten den Teufel mehrfach reingelegt und ihm zuletzt das Versprechen abgerungen, dass der Teufel ihn auf ewig in Ruhe lasse. Deshalb kann er nach seinem Tod weder in den Himmel noch in die Hölle. Vielmehr gibt ihm der Teufel eine glühende Kohle, die Jack in einen ausgehöhlten Kürbis legt und mit diesem Licht zieht er seitdem auf alle Ewigkeit durch die Welt. Und wenn er nicht befreit werden kann, läuft er da noch immer….
Im Gottesdienst wurde auch das zweite wichtige Halloween-Element aufgenommen: Masken: In einem Anspiel zeigen Jugendliche, wie eine Verkäuferin in einem Kaufhaus eine Jugendliche zu einem viel zu teuren Kleidungsstück überreden will und wie eine Freundin es dann klauen will und erwischt wird.
Andere Jugendliche haben Masken auf: Sie müssen sich verstellen, weil andere etwas von ihnen erwarten, Druck auf sie ausüben: Die Clique, Schule, Eltern, die Gesellschaft.
In einem Gespräch überlegen die Jugendlichen, wie es möglich ist, diese Masken abzulegen. Dies ist nur da möglich, wo gegenseitiges Vertrauen herrscht und wo alle die Masken ablegen. In einer Gemeinschaft ist das möglich, die Kirche ist ein solcher Ort. "Kirche - das sind wir alle". So nehmen sie die Masken und hängen sie ans Kreuz.
Der halloweenmäßig geschmückte Altar (schwarze und orange Tücher, Kürbisfiguren) wird nun mit bunten Tüchern und Kerzen sowie dem Kreuz mit den guten Wünschen zu einem schönen Altar der Freude über die Befreiung aus den Zwängen, die das Reformationsfest versinnbildlicht. (Da dieser Altar erst im Gottesdienst geschmückt wurde, konnte kein Bild von ihm gemacht werden.)
Die Jugendlichen baten anschließend Gott, dass er ihnen immer wieder die Kraft und die Gemeinschaft ermöglicht, dass sie ihre Masken abnehmen können.
Jack hat den Teufel zweimal mit dem Kreuz überlistet. Klar, dass in einem Reformationsgottesdienst Petrus ihn dann doch befreit und in den Himmel einlässt.

Der Gottesdienst wurde von Jugendlichen aus Datterode und Röhrda vorbereitet. Es waren dies: Natalie Amm, Melanie Deist, Jennifer Hoßbach, Sandra Lindenau, Lara Lohmüller, Sina Nippoldt, Janine Pawlitte, Jennifer Simanski aus Datterode, Johanna Berg, Franziska Sennhenn, Carolin Schmidt, Jennifer Schmidt aus Röhrda.
Begleitet wurden sie von den Kirchenvorsteherinnen Doris Urban (Datterode) und Anke Schädel (Röhrda) sowie dem Pfarrerehepaar Katrin und Kai Uwe Schröter.

An den Gottesdienst schloss sich die Reformationsparty bei Bowle und verschiedenem Kürbisgebäck in der Kirche an.
Die Vorbereitungsgruppe des Reformationsgottesdienstes (in der recht dunklen Kirche)Die vorreformatorische Bar von Jack o'LanternDie Masken hängen am Kreuz (entstand nach der Probe)

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