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In Harmuthsachsen auf den Spuren jüdischen Lebens

So 01.09.2019 08:39
Etwa 80 Personen waren zur ehemaligen Synagoge nach Harmuthsachsen gekommen, um dort mit Pfarrer Rolf Hocke Spuren jüdischen Lebens zu entdecken. Die ehemalige Synagoge dort ist erneut vom Verfall bedroht, nachdem sie im Jahr 2004 erst aufwändig saniert worden war. Hocke informierte über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Harmuthsachsen, die Mitte des 19. Jahrhunderts etwa ein Viertel der Bevölkerung umfasste. In den Volkstänzen der Waldkappeler Gruppe "Kreuz und quer" unter Leitung von Tamara Tschöpe und in einem Konzert der Klezmer-Band "Die Evas" kam die Lebensfreude zum Ausdruck, die mit der jüdischen Kultur verbunden ist. Ein Imbiss mit jüdischen Speisen, den Sabine Knappe mit einem Team von "Aufwind" vorbereitet hatte, bot Gelegenheit zum Austausch und zu guten Gesprächen. Dekan Dr. Martin gab der Hoffnung Ausdruck, dass eine kommende Veranstaltung wieder in der jetzt unzugänglichen Synagoge stattfinden könne. Landrat Stefan Reuß dankte für die Initiative, die ein deutliches Signal gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus setze. Der Erste Beigeordnete der Stadt Waldkappel Frank Koch versprach die Unterstützung der Stadt beim Erhalt der ehemaligen Synagoge.
Rolf Hocke informiert über den Verfall der SynagogeVolkstanz unter der Linde auf dem AngerLandrat Stefan Reuß sprach als Schirmherr der Veranstaltungsreihe ein Grußwort''Die Evas'' begeisterten mit Klezmer-Musik

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