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Pfarrstellenplan 2020 - 2026 verabschiedet

So 26.05.2019 16:11
Sondersynode der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen in Allendorf
Beide Kreissynoden haben den vorgelegten Pfarrstellenplanungen mit klaren Mehrheiten, wenigen Gegenstimmen und etlichen Enthaltungen zugestimmt: "Ich bin froh, dass die Synoden unsere Überlegungen insgesamt so mitvollzogen haben und die schwierigen Entscheidungen grundsätzlich mittragen!" sagte die Witzenhäuser Dekanin Ulrike Laakmann nach der entscheidenden Abstimmung. "Das ist eine wichtige Grundlage für die gut miteinander zu überlegende Umsetzung, die uns im neuen Kirchenkreis Werra-Meißner nun aufgegeben ist. Aber noch nicht bis morgen, sondern bis Ende 2025…" - "Ich bin sehr erleichtert!" bedankte sich auch der Eschweger Dekan Dr. Martin Arnold bei den Synodalen, die sich nach dem TOP Kamerun (die HNA berichtete) ausführlich mit dem gemeinsamen Vorschlag der von der Synode eingesetzten Arbeitsgruppe zur Pfarrstellenplanung beschäftigt hatte.
"Wir haben Kompromisse und eine einigermaßen beste oder doch wenigstens sinnvolle Lösung für den künftigen Werra-Meißner-Kirchenkreis gesucht", hatte Dekanin Laakmann bei der Einbringung der Beschlussvorlage erläutert. Beide Dekane begründeten nochmals die bewusste Berücksichtigung der ländlichen Strukturen, die die Arbeitsgruppe zu einer Verteilung nach Gemeindegliedern, Flächen und Predigtstätten bewogen hatte - eine mögliche Veränderung der landeskirchlichen Vorgabe, die noch mehr auf Kosten der kleinen Gemeinden gegangen wäre. "Der Kontext im Kooperationsraum ist uns wichtig: wir setzen auf Synergien in der Stadt, um nicht noch größere Kirchspiele für eine Pfarrstelle in den ländlichen Regionen bilden zu müssen" erläuterte Dekanin Laakmann.
Die Synoden haben diese Grundentscheidung, über die nach einem Antrag aus dem Gesamtverband Eschwege zunächst getrennt abgestimmt wurde, mit nur 1 Gegenstimme und insgesamt 5 Enthaltungen deutlich bestätigt. Für die "Zielfotos 2026", d.h. die Planungen für die künftige Pfarrstellenverteilung in den jeweiligen Kooperationsräumen, gab es bei deutlicher Mehrheit und insgesamt 4 Gegenstimmen aber auch etliche (24) Enthaltungen - verständlich, wenn die vorgegebenen erheblichen Pfarrstelleneinsparungen auch die eigenen Stellen verändern. "Hier wird es noch weitere Überlegungen zu den Folgen und Beratungen geben, für die wirklich noch Zeit ist" hatte Dekanin Laakmann zuvor zugesagt.
Eine Resolution zur Pfarrstellenreduzierung und Kindertagesstätten-Trägerschaft, die Pfarrer Christoph Dühr für die gemeinsame "Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kindertagesstätten" beider Kirchenkreise eingebracht hatte, fand bei 1 Gegenstimme und 4 Enthaltungen wiederum die fast einstimmige Unterstützung der Synodalen. Damit forderten sie die Gremien der Kirchenkreise und der Landeskirche auf, "für die Trägerschaft unserer evangelischen Kindertagesstätten rechtzeitig tragfähige Lösungen zu finden und ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen bereitzustellen."
Ein Bericht von der mit Bischöfinnenwahl und neuer Finanzverfassung wichtigen Frühjahrstagung der Landessynode und die Begegnung mit Gästen aus der estnischen Kirchenkreispartnerschaft Valga des Kirchenkreises Eschwege standen außerdem auf der gemeinsamen Tagesordnung der Synoden, die in dieser Form letztmalig miteinander tagten.
Nach den Kirchenvorstandswahlen wird es im kommenden Jahr die Kreissynode des Kirchenkreises Werra-Meißner sein.
Beide Synoden stimmten mit unterschiedlich farbigen Stimmkarten abDekan Dr. Martin Arnold und Dekanin Ulrike Laakmann erläutern die PfarrstellenplanungUte Bachmann und Ralph Beyer leiteten geemeinsam die SynodeDie Pause wurde zur leiblichen Stärkung, aber auch zu Gesprächen genutzt

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