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Fusion der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen auf einem guten Weg

Mi 19.09.2018 20:49
"Nochthessisch konstruktiv", also: "nicht geschimpft ist genug gelobt!" fasste Dekanin Ulrike Laakmann die angeregte Gesprächsatmosphäre nicht nur in ihrer Diskussionsrunde zusammen. Über 80 Interessierte, darunter viele Haupt- und Ehrenamtliche aus den beiden Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen waren zum Fusionskongress "Auf dem Weg zu einem Kirchenkreis Werra-Meißner - Information, Diskussion, Ihre Anregungen" nach Hessisch Lichtenau gekommen.
Bereits nach der Eröffnungsandacht durch die Dekane Dr. Martin Arnold (Eschwege), Ulrike Laakmann (Witzenhausen) und die Eschweger Bezirkskantorin Susanne Voss und begrüßt durch die Präsides der Kreissynoden Ute Bachmann (Witzenhausen) und Ludger Arnold (Eschwege) konnten die Teilnehmenden in der Kirche die Präsentationen von Kirchenmusik, Diakonie und Partnerschaftsarbeit, Ev. Familienbildungsstätte und Forum Werra Meißner, der Pfarrkonferenzen und der Mitarbeitervertretung wahrnehmen. In einem zweiten Ausstellungsbereich im Ev. Gemeindehaus wurden die Überlegungen zu Gebäuden und Finanzen und Pläne zu Leitungsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit, Kindertagesstätten und Notfallseelsorge präsentiert. Mit pfiffigen Ideen präsentierte sich die Jugendarbeit bereits als Team beider Kirchenkreise: hier konnten Besucher des Kongresses mit Lego bereits handfest am gemeinsamen Kirchenkreis bauen…

In unterschiedlichen Diskussionsrunden konnte mit Eindrücken und Rückmeldungen zu den Präsentationen ("Chancen" und "Stolpersteine") weitergebaut werden. Bei viel grundsätzlicher Zustimmung für die geplante Umsetzung der notwendigen Fusion konzentrierten sich die kritischen Nachfragen auf den hohen Kommunikationsbedarf z.B. zwischen Gemeinden, neuen Kooperationsräumen und Kirchenkreis und einer deutlichen Aufgabenverdichtung für Haupt- und Ehrenamtliche in dem sehr großflächigen künftigen Kirchenkreis. "Es wird wichtig sein, zwischen Herleshausen und Hebenshausen gut weiterhin präsent zu sein, aber es ist nicht überall und immer möglich!" riet Landrat Stefan Reuß, der als Beobachter des Kongresses mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, dem Vizepräsident der Landeskirche Dr. Volker Knöppel, dem Bürgermeister Von Hessisch Lichtenau Michael Heußner und Hans-Heinz Staude vom Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner zur eigenen Einschätzung und vorliegenden Erfahrungen mit Fusionsprozessen von einem der beiden Tagesmoderatoren interviewt wurde. Alexander Janka und Anja Beckert-Hoss vom südhessischen Beratungsinstitutes IPOS moderierten den Kongress-Tag und hatten auch die Steuerungsgruppe zur Fusion aus beiden Kirchenkreisen in ihrem bisherigen Prozess begleitet.
"Sie haben schon sehr viel auf einen sehr guten Weg gebracht!" bestätigte der Vizepräsident der kurhessischen Landeskirche in seinem Resümee. "Der Prozess ist noch nicht zu Ende - wir gehen jetzt ermutigt an die Erprobung, aber wir werden auch nach der vollzogenen Fusion im Januar 2020 nach wie vor kritische Rückmeldungen und Vorschläge brauchen!" fasste Präses Ludger Arnold das Ergebnis und die nächsten Schritte für die Veranstalter des Tages zusammen. Bei allem Nachdenken über Strukturen und Reformen war man sich aber auch einig, dass die Überlegungen nicht zu binnenkirchlich bleiben dürfen - so wie es Dekan Dr. Arnold schon in der Andacht gesagt hatte: "Wir brauchen gute Strukturen, um die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen und für die Gesellschaft da zu sein." (UL)

Über die angedachte künftige Leitungsstruktur informieren Sie sich durch folgende Texte und Dokumente:
Der Fusionskongress begann mit einer Andacht und vielen Präsentationen und Gesprächsmöglichkeiten in der Stadtkirche in Hessisch LichtenauLandrat Stefan Reuß nahm als Beobachter und Ratgeber teilHans-Heinz Staude berichtete vom Fusionsprozess der Kreisfeuerwehrverbände Eschwege und Witzenhausen Die Präsides der Synoden Ute Bachmann und Ludger Arnold

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