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Mission in einer multireligiösen Gesellschaft

Mi 14.03.2018 17:58
Pfarrkonferenz des Kirchenkreises Eschwege befasste sich mit dem Verhältnis der Kirche zum Islam
Von verschiedenen Seiten wird "Mission" heute grundsätzlich unter Verdacht gestellt. Andererseits gehört der Missionsauftrag Jesu zu den Grundaufgaben der Kirche. Wie kann heute - unter den Bedingungen einer multireligiösen und pluralistischen Gesellschaft - ein tragfähiges Verständnis von Mission aussehen?

Zu diese Frage hatte die Pfarrkonferenz Eschwege Prof. Dr. Rüdiger Gebhardt, den Direktor der CVJM-Hochschule in Kassel zu einer Pfarrkonferenz nach Wanfried eingeladen. Gebhardt entwickelte Kriterien für einen angemessenen Missionsbegriff. Mission sei im Sinne der "Missio Die" als "Sendung Gottes" zu verstehen: "Es ist nicht unsere Mission, sondern die Mission Gottes, um die es geht." Mission geschehe in der Hoffnung, dass Glauben geweckt und Menschen verändert werden. Das aber bleibe für den Menschen ein unverfügbares Wirken Gottes.

In der sich anschließenden Diskussion ging es insbesondere um die Frage, ob es aus christlicher Sicht ein Heil für Muslime gebe. Auch die Frage, ob Christen und Muslime zu demselben Gott beten, wurde erörtert. Gebhardt plädierte für eine größtmögliche Ehrlichkeit im Umgang mit Menschen anderen Glaubens, sowohl bei der Feststellung von Gemeinsamkeiten als auch bei der Benennung von Differenzen. Er rief zu gegenseitigem Respekt und zu einem friedlichen Miteinander auf.
Professor Gebhardt bei seinem VortragDie Pfarrkonferenz diskutierte über ein spannendes Thema

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