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In die Welt gesandt

Sa 24.02.2018 16:39
Synode des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege tagte in Berneburg
"Die Kirche ist in die Welt gesandt, um allen Menschen die Liebe Gottes zu bezeugen", betonte Dekan Dr. Martin Arnold zu Beginn der Kreissynode in Berneburg. Auch in einer Zeit, die von rasanten Veränderungen, Mitgliederrückgang und geringeren finanziellen Möglichkeiten geprägt sei, gelte es an dieser Grundorientierung festzuhalten. So unterstütze der Evangelische Kirchenkreis die Kindertagesstätten mit 368.400€ pro Jahr. "Das ist mehr Geld, als wir für die Bauunterhaltung von Kirchen verwenden", so Arnold. Kirchenkreisamtsleiter Andreas Koch stellte die Haushaltspläne für die Jahre 2018 und 2019 vor, die nur durch Entnahmen aus noch vorhandenen Rücklagen ausgeglichen werden können. Nach Beratung und einem positiven Votum des Finanzausschussvorsitzenden Wolf-Artur Kalden beschloss die Kreissynode die Haushaltspläne im Gesamtumfang von jeweils etwa 2,5 Millionen Euro.

Der Kreisbeigeordnete Karl-Heinz Schäfer überbrachte die Grüße des Landrats. "Der Werra-Meißner-Kreis schätzt die Arbeit des Kirchenkreises sehr und ist dankbar für die gute Zusammenarbeit, vor allem im Sozialbereich", so Schäfer. Für die katholische Kirche nahm erstmals Kaplan Matthias Smuda aus Eschwege als Gast an der Synode teil. Er begrüßte die Entscheidung der katholischen Bischofskonferenz, Ehepaaren unterschiedlicher Konfessionen künftig im Einzelfall die gemeinsame Teilnahme an katholischen Abendmahlsfeiern zu ermöglichen. Dies sei für die katholische Kirche ein großer Schritt hin zu mehr ökumenischem Miteinander, dem hoffentlich noch weitere Schritte folgen würden. Aus dem evangelischen Partnerkirchenkreis Mühlhausen machte Superintendent Andreas Piontek Mut zu Veränderungen. Auch in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland habe es Einschränkungen bei der Bauunterhaltung der Kirchen gegeben. Diese hätten jedoch die Eigeninitiative der Gemeinden gefördert. Als besondere Gäste konnte Präses Arnold auch vier Theologiestudierende begrüßen, die zurzeit ein Gemeindepraktikum im Kirchenkreis machen.

Der Kirchenkreisvorstand informierte die Synode über den Stand der Fusionsgespräche mit dem Kirchenkreis Witzenhausen. "Wir sind auf einem guten Weg", resümierte Präses Ludger Arnold. Der Zusammenschluss zu einem neuen Kirchenkreis Werra-Meißner soll zum 1.1.2020 erfolgen. Bereits jetzt wurden die Mitglieder für eine gemeinsame Arbeitsgruppe gewählt, die einen regionalen Pfarrstellenplan für den Zeitraum 2020 bis 2026 ausarbeiten soll. Weiterhin wählte die Synode die Mitglieder für eine Projektgruppe, die alle 85 Kirchengebäude des Kirchenkreises in drei Kategorien einordnen soll. "Entsprechend möchten wir die sehr knappen Baumittel der Landeskirche und des Kirchenkreises gezielter einsetzen", erläuterte Dekan Dr. Arnold. Künftig sei die Eigeninitiative der Gemeinden jedoch weit stärker gefragt als bisher. Trotz knapper Mittel unterstützt der Kirchenkreis auch den Neubau einer Dorfkirche im Partnerkirchenkreis Bellary in Südindien und auch die Bauunterhaltung im Partnerkirchenkreis Valga in Estland.

Neben den Sachthemen feierte die Synode einen Gottesdienst in der Berneburger Kirche unter Leitung von Pfarrerin Birgit Schacht. Die anschließenden Beratungen wurden mehrmals durch gemeinsames Singen unterbrochen, das Pfarrer Martin von Frommannshausen anleitete. "Das ist eben der besondere Charakter einer Synode", sagte Präses Ludger Arnold.

Zur Information:
Die Kreissynode Eschwege hat 92 Mitglieder. Sie trifft sich in der Regel zwei Mal im Jahr an wechselnden Orten im Kirchenkreis zu halbtägigen Beratungen. Die Kreissynode ist das höchste Entscheidungsgremium im Kirchenkreis. Sie wird geleitet durch Präses Ludger Arnold.

Den Bericht des Kirchenkreisvorstands finden Sie unten als Downlaod:
Präses Ludger Arnold und Dekan Dr. Martin Arnold (links)Die Kreissynode Eschwege hat 92 MitgliederSuperintendent Andreas Piontek (links) und Kreisbegeordneter Karl-Heinz Schäfer nahmen als Gäste an der Synode teilDie Grüße der katholischen Kirche überbrachte Kaplan Matthias Smuda

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