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Orgel - Glocken - Mauern - Es ist viel bewegt in der Neustädter Kirche

Mo 12.02.2018 19:37
"Orgel - Glocken - Mauern! Wir haben viel bewegt in der Neustädter Kirche!", mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost als Vorsitzende des Kirchenvorstands zahlreiche Gäste, die am Sonntag, 11. Februar 2018 zur Feierstunde anlässlich des Abschlusses von einem ganzen Packet an Renovierungsarbeiten in die Neustädter Kirche gekommen waren. Die Feierstunde begann mit einem Rundgang um die Kirche. An der Südfassade hatten die Arbeiten vor sechs Jahren begonnen. Frau Hofmann, leitende Architektin des Büros Luther-Bauplanung erläuterte die Arbeiten. In insgesamt fünf Bauabschnitten wurde das gesamte Sandsteinmauerwerk vom Sockel bis zur Dachrinne grundlegend saniert und dabei auch das Dach der Sakristei neu eingedeckt und die Bleiverglasung der Fenster überarbeitet.
Nach dem Rundgang zogen die Gäste unter Glockengeläut in das Kirchenschiff. Da auch die Hauptstromleitungen dringend erneuerungsbedürftig waren, mussten die Glocken über Monate hinweg schweigen. Inzwischen sind Geläut und Turmuhr auf eine digitale Steuerung umgestellt. Auch im Kirchenschiff sind die Verbesserungen sichtbar: so hat die Südwand einen neuen Verputz erhalten. Und die Krönung: Nach dem Austausch aller Taschen ist die romantische Orgel wieder voll bespielbar. Die klanglichen Möglichkeiten der Orgel brachte Andreas Batram, Organist und Orgelsachverständiger, mit einem wunderbaren kleinen Konzert zu Gehör und erläuterte dem interessierten Publikum die Besonderheiten dieser Orgel. Nun soll es, nach dem Wunsch von Pfarrer Sebastian Werner, dem Kirchenvorstand und den Kirchenhütern weiter gehen: mit neuen Lampen, einer neuen Gestaltung der Gebetsecke und des Eingangsbereichs und - was die Orgel betrifft, dem Einbau eines fehlenden Pfeifenwerks.
Insgesamt wurden knapp 1 Million Euro für die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten in der Neustädter Kirche in den letzten sechs Jahren ausgegeben.
Finanziert wurden die Arbeiten aus Baumitteln der Landeskirche, des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde, die im Wesentlichen Kirchensteuermittel sind, aber auch durch Zuschüsse der Denkmalpflege und zahlreiche Spenden, die durch die Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises und den Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche verdoppelt wurden.
Pfarrerin Repp-Jost dankte allen Freunden, Förderern, Spendern und Spenderinnen, aber auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Kirchenhütern für ihre Unterstützung. Die Feierstunde endete mit einem Empfang und geselligen Beisammensein im Chorraum.
Andreas Batram bei der Orgelführung

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