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Neue Wege in der Konfirmandenarbeit

Sa 27.01.2018 10:02
Mehr als 90 Personen nahmen an einer Fortbildungsveranstaltung der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen teil, in der die Konfirmandenzeit im Mittelpunkt stand. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch Mitglieder der Kirchenvorstände und in der Jugendarbeit Engagierte waren der Einladung nach Bad Sooden-Allendorf gefolgt.
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden seien ein "Schatz, den wir pflegen wollen - mit aktuellen Angeboten und Konzeptionen", sagte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke zur Begrüßung. Katja Friedrichs-Warnke vom Religionspädagogischen Institut der beiden hessischen Landeskirchen bezeichnete die Konfirmandenarbeit als ein "Erfolgsmodell, aber mit Optimierungsbedarf". Ziel der Konfirmandenarbeit sei es, Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, ihre Lebenswelt im Horizont des christlichen Glaubens wahrzunehmen, zu deuten und zu gestalten. Dr. Ralph Fischer von der Arbeitsstelle für Gemeindeentwicklung in der Landeskirche beschrieb die veränderte Lebenswirklichkeit von Jugendlichen. Erstmals sei die Jugend gegenüber der älteren Generation in der Minderheit. Deshalb brauche man mobile Jugendangebote und besondere Kristallisationspunkte für die Jugendarbeit in ländlichen Räumen.

Anschließend wurden in Gruppengesprächen neue Praxisimpulse für die Konfirmandenzeit vorgestellt und diskutiert. Wie können Konfirmandinnen und Konfirmanden noch mehr am Gottesdienst beteiligt werden? Was verbirgt sich hinter einem "Konfi-Camp"? Von einer guten Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg berichteten die Pfarrer Dirk Rehbein und Armin Scheerschmidt. Katrin Beyer von der Freiwilligenagentur Omnibus und Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann stellten Möglichkeiten vor, wie bereits Konfirmierte für eine weitere Mitarbeit in der Konfirmandenarbeit gewonnen werden können. Insgesamt wurde deutlich, dass die Konfirmandenzeit heute weit mehr ist als nur Unterricht. Sie bietet auch viele Möglichkeiten zur Teilnahme und zur Mitgestaltung des Gemeindelebens.

"Ein Tag mit vielen guten Impulsen, die weiterwirken werden", sagte Dekanin Ulrike Laakmann zum Abschluss. Und ihr Eschweger Kollege Dr. Martin Arnold ergänzte: "Es war auch ein weiterer guter Schritt zum Kennenlernen und in der Zusammenarbeit zwischen den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen."

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