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Es gibt eine starke Kultur des Helfens in unserer Gesellschaft

Do 18.01.2018 15:19
Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises in der Eschweger Marktkirche
Mehr als 200 Gäste aus Kirche und Gesellschaft konnte Dekan Dr. Martin Arnold zum Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises begrüßen. Im Mittelpunkt des Empfangs stand ein Vortrag des Hamburger Historikers und Publizisten Tillmann Bendikowski über die "Kultur des Helfens". Bendikowski erinnerte an die große Hilfsbereitschaft der Deutschen, als im Jahr 2015 Hunderttausende von Menschen nach Deutschland kamen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen waren. Zu Unrecht seien die freiwilligen Helferinnen und Helfer als "Gutmenschen" diffamiert worden. Das Helfen habe eine lange und starke Tradition, die es zu bewahren und zu pflegen gelte. Sie werde vor allem aus Erfahrungen in der Familie und in der Kirche gespeist. Diese Tradition sei stabil und intakt, aber keine Selbstverständlichkeit. Bendikowski warnte vor einer Überforderung der freiwillig Helfenden. Eine Kultur des Helfens brauche auch die verlässlichen Strukturen des Sozialstaats.

Im Rahmen des Empfangs überreichte Andreas von Scharfenberg, der Vorsitzende der Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises, Förderbescheide an die Kirchengemeinden Altenburschla, Völkershausen, Wanfried, Waldkappel, Reichensachsen, Frankershausen, Datterode und Abterode im Umfang von insgesamt 30.850€. Die Mittel stehen für verschiedene Baumaßnahmen an den Kirchen zur Verfügung. Die Stiftung verdoppelt Spenden, die mindestens in gleicher Höhe in den betreffenden Gemeinden gesammelt worden waren. "Ein großartiges Ergebnis", sagte von Scharfenberg, "auf das die Gemeinden, aber auch die Stiftung stolz sein können." Die Kirchen seien nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Konzerte und Kulturveranstaltungen wichtige gesellschaftliche Orte. Er rief dazu auf, die Arbeit der Stiftung durch Spenden und weitere Zustiftungen zu fördern.

Einen besonderen Charakter erhielt der Empfang durch das gemeinsame Singen aus dem neuen Evangelischen Gesangbuch "plus". Unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Susanne Voß und mit Unterstützung aus der Eschweger Kantorei stimmten die zahlreichen Gäste eine Reihe neuer Lieder an. Tillmann Bendikowski war davon so begeistert, dass er darum bat, das neue Gesangbuch mit nach Hamburg nehmen zu dürfen.

Fotos: Volker Jost
Dr. Tillmann Bendikowski (Mitte) mit Präses Ludger Arnold (links) und Dekan Dr. Martin ArnoldDr. Tillmann Bendikowsi bei seinem Vortrag über die Kultur des HelfensDie Gäste sangen gemeinsam aus dem neuen Evangelischen Gesangbuch plusAndreas von Scharfenberg überreichte im Namen der Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises zahlreiche FörderbescheideGäste aus dem Noch-Nachbarkirchenkreis Witzenhausen: Dekanin Ulrike Laakmann und Torsten Stöber
Die Gäste aus Wanfried fühlten sich wohl

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