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Als stellenteilendes Ehepaar im Pfarramt Niederhone

Mi 23.08.2017 21:23

Sie haben nicht nur verschiedene Namen, sondern auch ein je eigenes Profil. Dennoch sind sie gemeinsam seit 18 Jahren für alle Pfarrdienste in Niederhone und Oberhone zuständig. Welche Erfahrungen haben sie damit gemacht? Worin liegen die Chancen einer Stellenteilung, wo gibt es aber auch Probleme? "Wir teilen uns die Arbeit nach Begabungen, Interessen und Möglichkeiten", hieß es einerseits. Andererseits wurde als Problem benannt, dass eine Trennung von Privatem und Dienstlichem kaum möglich ist.

37 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenkreis Eschwege trafen sich zum diesjährigen Pfarrkonvent des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege in Niederhone. In ganztägigen Beratungen wurden verschiedene Fragen des Pfarrdienstes besprochen. Im Mittelpunkt standen jedoch die Erfahrungen des Pfarrehepaars aus Niederhone, die sie in einem 22-seitigen Bericht dargestellt hatten. Aber auch ein Besuch des Konfirmandenunterrichts, ein Bericht über einen Gottesdienst und ein Gespräch mit den Kirchenvorständen wurden in die Beratungen eingezogen.

Ein zweiter Schwerpunkt der Beratungen war die Frage der Anerkennung im Pfarrberuf. Wird wirklich wahrgenommen, was Pfarrerinnen und Pfarrer leisten? Da es keine geregelte Arbeitszeit gibt, arbeiten manche am Limit. Andererseits werden die Freiheiten des Berufs auch sehr geschätzt.

Von grundlegender Bedeutung für den Pfarrkonvent ist der geistliche Rahmen. Der Konvent beginnt mit einer Morgenandacht und endet mit einer Abendmahlsfeier. Damit kommt zum Ausdruck, dass der Pfarrdienst nicht lediglich in einer "Leistungsbilanz" zu fassen ist, sondern in einem Auftrag Gottes gründet und im Vertrauen auf die Vergebung und Barmherzigkeit geschieht.

Stichwort Pfarrkonvent:
Seit Beginn des 17. Jahrhunderts treffen sich Pfarrer (und inzwischen auch Pfarrerinnen) im Kirchenkreis Eschwege jährlich einmal an wechselnden Orten zu einem Pfarrkonvent. Er dient dem Erfahrungsaustausch, aber auch der wechselseitigen Beratung und Bestärkung im Beruf.
Die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises Eschwege

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