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Ein Schatz aus dem 17. Jahrhundert wurde gerettet und restauriert

Fr 12.05.2017 21:42
Superintendent Johannes Hütterodt, leitender Geistlicher für die Region von Hersfeld bis Witzenhausen und Treffurt bis Melsungen, hat von 1638 bis 1660 ein Diensttagebuch geführt über seine täglichen Herausforderungen und Entscheidungen. Das 1761 Seiten umfassende Manuskript ist im Archiv des Kirchenkreises Eschwege erhalten. Das Manuskript befand sich bisher in einem traurigen Zustand. Nun konnte es restauriert, neu gebunden und neu für die Forschung zugänglich gemacht werden.

Der Restaurator und Konservator Hans-Dieter Lomp aus Queck bei Schlitz hat einen hohen Stapel 350 Jahre alter beschädigter Blätter restauriert, gesichert und gebunden. Bei einer Präsentation des vollendeten Werkes berichtete im Detail über die enormen Anstrengungen, die notwendig waren, um diese mehr als 350 Jahre alte Handschrift zu erhalten.

Der Historiker Dr. Karl Kollmann, der sich schon von 2015-2017 für eine Transkription und Erschließung der Handschrift engagiert hatte, erläuterte noch einmal die außerordentliche Bedeutung der Handschrift für die Geschichte des 17. Jahrhunderts.

Dr. Martin Arnold dankte der Eschwege Stadtstiftung, der Historischen Gesellschaft des Werralandes, der Kluthe-Stiftung, dem Rotary Club Eschwege und der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck für die finanzielle Unterstützung des Projekts. Ein ganz besonderes Kulturgut konnte durch diese Gemeinschaftsaktion gerettet werden.
Die Sponsoren des Projekts von links nach rechts : Ludger Arnold (Präses der Kreissynode Eschwege), Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, Heidrun Münkel und Bärbel Eisefeld von der Stadtstiftung Eschwege, Restaurator Hans-Dieter Lomp und Dr. Karl Kollmann    Dr. Karl Kollmann erläutert die historische Bedeutung des DiensttagebuchesDer Restaurator Hans-Dieter Lomp informierte über seine vierjährige Arbeit an diesem Buch

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