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Seminartag für Kirchenvorstandsmitglieder und Küster/innen

Di 14.03.2017 09:51
In meine Kirche einladen - Kirchenraumgestaltung, Gottesdienstvorbereitung und Mitwirkung im Gottesdienst.

Eschwege, Samstag dem 11.03.2017
Verwehte Blätter im Kircheneingang - zwei aufgespannte Schirme - Stühle, die den Zugang zum Altar versperren oder unordentlich herumstehen, und auf dem Altar eine zugeklappte Bibel. Per se ist das keine so große Katastrophe, aber so sieht eine einladende Kirche nicht aus, und ein Kirchen- oder Gottesdienstbesucher wird sich so auch nicht angenommen und "willkommen" fühlen. Zugegeben, diese Szene war natürlich gewollt und gestellt und weckte gleich die Aufmerksamkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Seminartag, der im Kirchenkreis Eschwege stattfand. Unter dem Thema: "In meine Kirche einladen - Kirchenraumgestaltung, Gottesdienstvorbereitung und Mitwirkung im Gottesdienst" hatte Pfarrerin Jutta Groß, Beauftragte für die Kirchenvorstandsarbeit im Kirchenkreis Eschwege, Mitglieder der Kirchenvorstände und Mitarbeitende im Küsterdienst eingeladen.
Nach der Eröffnung des Tages durch Dekan Dr. Martin Arnold mit einem geistlichen Impuls gaben Nina Wetekam, Fachreferentin für Küsterarbeit und Offene Kirchen der EKKW, und Claudia Meyer, Küsterin in Kassel-Niederzwehren und stellv. Vorsitzende im Landesküsterbeirat, eine Fülle an Informationen: von der Kirchenraumgestaltung über die Begrüßung zu einem Gottesdienst, dem Altar und Altarschmuck, den liturgischen Farben oder der Ordnung im Altar- und Kirchenraum. Der Workshop sollte Anregung sein, Ideen und Ideenfindung dafür, wie man etwas schöner oder anders machen kann - einladend eben. Matthias Reinhold, Fachreferent für Kirchenvorstandarbeit der EKKW, führte die Seminarteilnehmer durch kleine Rollenspiele (Kirchenraum-Erkundung) wie das "der verwehten Blätter im Kircheneingang". Sicher sieht eine Pfarrerin und ein Pfarrer, oder ein Kirchenvorstand und Küster, seine Kirche anders als ein Gottesdienstbesucher. Aber Gepflogenheiten haben manchmal ihr Eigenleben - und es gibt nichts, was es nicht gibt.
Während die eine Gruppe der Seminarteilnehmer in der Marktkirche Erfahrungen austauschte, war die andere Gruppe in der Neustädter Kirche zu ihrer Kirchenraum-Erkundung: welcher Platz in der Kirche ist mir wichtig, wohin fällt zuerst mein Blick, was stört mich, was nehme ich angenehm wahr, und - fühle ich mich geborgen und beschützt?
Es war ein rundum gelungenes und erfrischendes Seminar. Der Themenschwerpunkt war vielleicht nicht ganz neu, und doch gab es viele neue Aspekte und Anregungen rund um den Gottesdienst. Dazu auch Fragen zum Kirchendienst / Küsterdienst, Grenzen zur Berufstätigkeit - ob nebenamtlich, ehrenamtlich oder hauptamtlich, wie auch rechtliche Fragen.
Natürlich haben wir auch zusammen gegessen und zusammen gesungen - und wir haben gesehen, wie gut ein solcher Austausch tut.
Danke an das Vorbereitungsteam für viele gute Anregungen.
(Bernd-D. Hampel, Jestädt)

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