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Barmherzig oder asozial? Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden der Stadtkirchengemeinde

Mo 27.02.2017 11:13
"Barmherzig oder asozial?" Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden in der Marktkirche
Unter diesem Thema gestalteten die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Ev. Stadtkirchengemeinde Eschwege am Sonntag, 26.02.2017 einen Gottesdienst zu den sieben Werken der Barmherzigkeit und den sieben Todsünden. Gleich zu Beginn erhielten die Gottesdienstbesucher Kärtchen mit alltäglichen Beispielen, zu denen sie im Verlauf des Gottesdienstes ihre Einschätzung abgeben sollten: "Ist das barmherzig oder asozial?"
"Jesus fordert seine Jünger auf barmherzig zu sein, weil auch Gott barmherzig ist." Mit diesen Worten zeigten die Konfirmanden bereits in der Begrüßung, worum es ihnen in diesem Gottesdienst ging: Zu einem barmherzigen Handeln zu motivieren.
Die sieben Werke der Barmherzigkeit, die Jesus als Beispiele für ein barmherziges Verhalten nennt, hatten die Konfirmanden auf rote Herz-Plakate geschrieben. Zusammen mit den 7 Todsünden, die auf grauen Plakaten zu lesen waren, schmückten sie den Altarraum.
"Todsünden", so erläuterten die Konfirmanden, sei der Name für einen Katalog von schlechten, asozialen Verhaltensweisen, die die Liebe im Herzen eines Menschen töteten und Beziehungen zerstörten.
Barmherzig sein heiße dagegen "ein Herz haben für andere". Jesus selbst habe vorgelebt, wie Barmherzigkeit im Alltag aussehe und seine Jünger aufgefordert: "Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist." Am Beispiel der Geschichte von Zachäus zeigten die beiden Konfirmanden, die die Predigt hielten, dass er möglich ist, sein Verhalten zu ändern. Durch Habgier, Maßlosigkeit und Genusssucht war der Zöllner Zachäus zu großem Reichtum gelangt. Die Begegnung mit Jesu motivierte ihn, sich zu ändern. Weil Jesus ihm barmherzig begegnete, bekam er Mut, selbst barmherzig zu werden und seinen Reichtum abzugeben. Sie schlossen ihre Predigt mit den Worten: "Eigentlich ist es ganz einfach: Barmherzigkeit macht frei. Probieren Sie es doch mal aus.!" Der gesamte Gottesdienst von der Begrüßung bis zum Segen, einschließlich der Instrumentalstücke am Klavier und ein Saxophon-Duo, wurde von den Konfirmandinnen und Konfirmanden gehalten. In Ermangelung eines Organisten blieb die Orgel allerdings stumm und die Gemeinde sang die Lieder ohne Begleitung.
Die Konfirmandengruppe im Anschluss an den Gottesdienst (drei Konfirmanden fehlen)

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