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Kooperation als Chance entdecken

Sa 25.02.2017 18:36
Kreissynode Eschwege beriet über verstärkte Zusammenarbeit von Gemeinden
Präses Ludger Arnold (rechts) und Dekan Dr. Martin ArnoldDas Bürgerhaus in Waldkappel bot den 70 Mitgliedern der Synode genügend Platz."In Zeiten rückläufiger Ressourcen und schon spürbaren Personalmangels können wir ohne nachbarschaftliche Zusammenarbeit und wechselseitige Unterstützung nicht mehr auskommen", sagte Dekan Dr. Martin Arnold in seinem Bericht vor der Kreissynode in Waldkappel. Deshalb wurden bereits vor zwei Jahren im Kirchenkreis flächendeckend sogenannte "Kooperationsräume" eingeführt, in denen jeweils drei bis fünf Kirchspiele verbindlich zusammenarbeiten. Hin und wieder werden gemeinsame Gottesdienste gefeiert, die Pfarrerinnen und Pfarrer vertreten sich gegenseitig und kommen regelmäßig zu Dienstbesprechungen zusammen. Auch die Mitglieder der Kirchenvorstände suchen die Begegnung mit ihren Nachbargemeinden.
Bei der Kreissynode gab es nun Gelegenheit, über die bisher gemachten Erfahrungen ins Gespräch zu kommen. In sechs Gesprächsgruppen zeigte sich, dass sich bereits vielfältige Formen der Zusammenarbeit entwickelt haben, von gemeinsamen Gottesdiensten über besondere Veranstaltungen bis hin zur Trecker-Wallfahrt. Es wurden jedoch auch Sorgen ausgesprochen. So dürften nicht noch mehr Sitzungen anberaumt werden, sagte ein Synodaler. Andere wiesen darauf hin, dass die Kirche auch nahe bei den Menschen am Ort bleiben müsse, denn gerade für ältere Menschen sei die Mobilität eingeschränkt. Insgesamt sei die Freiwilligkeit die beste Voraussetzung für gelingende Zusammenarbeit.

Die Grüße des Partnerkirchenkreises Mühlhausen überbrachte erstmals die Vizepräses der dortigen Kreissynode Kirchenoberforsträtin Susann Biehl. Im Blick auf die angestrebte Fusion mit dem Kirchenkreis Witzenhausen ermutigte sie die Synode: "Die Verkündigung des Wortes Gottes ist entscheidend, nicht eine bestimmte Struktur." Ein schriftlicher Gruß aus dem fernen Partnerkirchenkreis Valga in Estland erreichte den Dekan erst unmittelbar nach der Synode. Darin erinnert Propst Vallo Ehasalu an das Wort des Apostels Paulus: "Darum werden wir nicht müde" (2. Kor. 4,16) und kündigte an, im Mai dieses Jahres den Kirchenkreis zu besuchen aus Anlass des Reformationsjubiläums. Die Grüße des Werra-Meißner-Kreises und des Landrates überbrachte das Mitglied des Kreisausschusses Karl-Heinz Schäfer. Er dankte für die gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Kirche im sozialen Bereich, besonders im Blick auf die Kindertagesstätten, auf die Hilfe für Flüchtlinge und im "Bündnis für Familien".

Präses Ludger Arnold dankte der örtlichen Kirchengemeinde Waldkappel für die Unterstützung bei der Herrichtung des Bürgerhauses und für die Bewirtung der Synodalinnen und Synodalen. Die nächste Kreissynode wird am 9. September in Bischhausen stattfinden.

Das Protokoll der Synode und den Bericht des Kirchenkreisvorstands finden Sie unten unter "Download".
Vizepräses Susann Biehl überbrachte die Grüße des Kirchenkreises MühlhausenKarl-Heinz Schäfer grüßte die Synode im Namen des Landkreises.Die beiden Synodalen aus Frankershausen waren guter Dinge.Hedwig Siebert berichtete aus einer Gesprächsgruppe über Kooperationsräume.Wolf-Arthur Kalden leitete eine weitere Gesprächsgruppe.
Pfarrerin Rita Reinhardt ist Mitglied der Kreissynode und der Landessynode.

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