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Dekan Dr. Martin Arnold: Abschiebung nach Afghanistan ist ein Akt der Unmenschlichkeit

Sa 25.02.2017 15:25
Auch im Werra-Meißner-Kreis wird inzwischen mehreren Flüchtlingen aus Afghanistan eine Abschiebung in ihr Heimatland angedroht. Eine solche Abschiebung sei jedoch angesichts der Sicherheitslage dort mit Gefahr für Leib und Leben verbunden. "Die Polizei und die staatlichen Organe sind nicht in der Lage, die Menschen dort zu schützen", so Arnold. Alle in Afghanistan präsenten Nichtregierungsorganisationen gehen davon aus, dass die Lage im Land so schlimm ist wie nie zuvor. Arnold berichtete von einem jungen Mann, dessen Bruder und zwei Onkel von den Taliban ermordet worden seien. Dennoch wolle das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den jungen Mann abschieben, weil es für ihn persönlich keinen Asylgrund und keine Schutzbedürftigkeit erkenne. "Das ist ein Unding", so Arnold. Er appelliert an das Gewissen der Politiker, der Rechtsprechung und der Verwaltungen und fordert einen Abschiebestopp nach Afghanistan.
Dekan Dr. Martin Arnold

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