Aktuelles Gesamtübersicht

Antje Vopicka von der Evangelischen Familienbildungsstätte erhält Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises

Do 15.12.2016 09:26
Antje Vopicka leitet seit 2004 den Alleinerziehenden-Treff der Ev. Familienbildungsstätte. Für diese beispielhafte und herausragende Arbeit erhielt sie nun den Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises. Sie habe sich "in hervorragender Weise für die Belange von allein Erziehenden eingesetzt", sagte Landrat Stefan Reuß bei der Preisübergabe.

Der Alleinerziehenden-Treff findet an jedem 2 und 4. Sonntag im Monat statt. Bewusst ist hierfür der Sonntag ausgewählt worden. "Der Sonntag ist ein Familientag", so Vopicka, "der für viele allein Erziehende negativ belastet ist, weil er sie an bessere Zeiten erinnert." Die Teilnehmerinnen betonen, dass der Treff sie davor rettet, diesen Tag allein zu gestalten und dass sie sich auf dieses schöne Ereignis freuen.

Die Treffen werden von Antje Vopicka sorgfältig vorbereitet. Es geht um die Entwicklung der Kinder und oft auch um die eigene Entwicklung. Welche eigenen Ressourcen stehen zur Bewältigung von besonderen Krisensituationen zur Verfügung? "Was hilft mir, wenn ich wieder in ein Loch falle?" Auch rechtliche Hintergründe bei Scheidung und Trennung sind oft ein Thema. Manchmal ist auch eine berufliche Neuorientierung notwendig. Aber der Treff bietet viel mehr: Hier werden gemeinsame Aktionen geplant, gegenseitige Hilfsaktionen bei Umzug oder Renovierung abgesprochen, gemeinsame Unternehmungen mit den Kindern durchgeführt, wie etwa einen Ausflug ins Schwimmbad. Zum "Wohlfühlen" gibt es kreative Malworkshops, Wellnessnachmittage mit Massagen und Traumreisen und als praktische Hilfe "Raumgestaltung und Haushaltsführung mit einfachen Mitteln". Beim Allein-Erziehenden-Treff werden Geburtstage ebenso gemeinsam gefeiert wie Weihnachten oder der Osterbrunch.

Für besonders prekäre Situationen und in Notfällen bietet Antje Vopicka Einzelberatung an und ist auch kurzfristig ansprechbar. Die allein Erziehenden fassen so wieder Vertrauen in sich und andere und erfahren, dass sie verstanden und wertgeschätzt werden. Gut für sie ist auch, dass sie selbst anderen ihre Mithilfe anbieten oder ihre Erfahrungen mit ihnen teilen können.
Antje Vopicka

» zurück