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Mo 29.08.2016 13:53
Festgottesdienst zum 30-jährigen Jubiläum des Besucherbergwerks Grube Gustav
Mit Hammer und Schlägel, Kupferschiefer und Schwerspat auf dem Altar feierten ehemalige Bergleute, Menschen aus den Dörfern rund um den Meißner und auch Politiker aus dem Landkreis mit der Evangelischen Kirchengemeinde Abterode einen Gottesdienst. Zum 30-jährigen Bestehen des Besucherbergwerks Grube Gustav hatten Bürgermeister Friedhelm Junghans im Namen der Gemeinde Meißner und der Förderverein Grube Gustav gemeinsam eingeladen.

Bergwerksführer Peter Ströhlein erläuterte der Festgemeinde, unter welch beschwerlichen Arbeitsbedingungen die Bergleute am Meißner den Kupferschiefer zu gewinnen suchten. Dekan Dr. Martin Arnold erinnerte an die bedeutende Rolle, die der christliche Glaube für die Bergleute gehabt habe. Vor jeder "Schicht", mit der die Bergleute in die Grube Gustav einfuhren, sprach der Betriebsleiter ein Gebet. Der Dank für die aus dem Berg gewonnenen Rohstoffe, die Bitte um Schutz bei sehr gefährlichen Arbeitsbedingungen, aber auch der gegenseitige Beistand der Bergleute untereinander seien bis heute Ausdruck dafür, welche Bedeutung der Glaube in der Arbeitswelt der Bergleute gehabt habe. "Der Bergbau in der Region ist Geschichte", so Arnold, "aber auch die heutige Zeit stellt uns vor die Frage, wem wir unser Leben anvertrauen wollen."

Der Gottesdienst wurde mitgestaltet durch den Chor "Vivo canto" unter Leitung von Sonja Hildebrandt und durch Matthias Bodenstein vom Kirchenvorstand Abterode. An den Gottesdienst schlossen sich ein Festakt mit geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft, ein Platzkonzert mit der Bergmannskapelle Neuhof und ein bunter Familiennachmittag mit Führungen durch die Grube Gustav an.
Bergwerksführer Peter Ströhlein informiert über die Arbeitsbedingungen im BergwerkBürgermeister Friedhelm Junghans und die Bergmannskapelle Neuhof

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