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Steine ins Rollen gebracht

So 10.04.2016 17:56
Dreißig Kinder aus Meinhard, Reichensachsen und Treffurt verbrachten in den Osterferien eine gemeinsame Freizeit in Mühlhausen. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen den Evangelischen Kirchenkreisen Eschwege und Mühlhausen wurde die Freizeit gemeinsam von den Gemeindepädagoginnen Marina Porzelle (Kirchenkreis Eschwege) und Alexandra Kunze (Kirchenkreis Mühlhausen) veranstaltet und geleitet. Unterstützt wurden sie von drei ehrenamtlichen Helfern, die sich zuvor für die Kinder- und Jugendarbeitet fortgebildet hatten.

Untergebracht war die Gruppe in Mühlhausen im "AntoniQ", einem mittelalterlichen Freizeitheim direkt an der Stadtmauer. In diesem gemütlichen Haus wohnt man gemeinsam mit Ponys, Hasen und Hühnern, und morgens weckt immer der Hahn. Mit einer Stadtrallye lernten die Kinder die Stadt und die Geschichte Mühlhausens kennen. Doch das eigentliche Thema der Freizeit hieß: Steine ins Rollen bringen. Mit Steinen kann man Mauern und Grenzen bauen, aber auch etwas eingrenzen oder abgrenzen. An der biblischen Geschichte von Jesus und der Syrophönizierin lernten die Kinder, dass selbst Jesus einer Frau nicht helfen wollte, weil sie aus einem anderen Land kam. Doch die Frau überzeugte ihn, keine Unterschiede zwischen den Menschen zu machen. So lernten die Kinder, dass man Steine ins Rollen bringt, wenn man Grenzen überwindet, aufeinander zugeht, andere nicht ausgrenzt und sich Außenseitern zuwendet.

Am nächsten Tag ging es um den Stein vor Jesu Grab. Dieser kam ins Rollen, als Jesus auferweckt wurde. Steine werden ins Rollen gebracht, wenn man Trauer überwindet, wenn die Freude ins Leben zurückkommt.

Schließlich ging es um die Frage, ob es auch lebendige Steine gibt. Wie ist das möglich? So unterschiedlich, wie die Steine sind, so unterschiedlich sind Menschen. Und am schönsten ist es, wenn alle zusammen sind und etwas gemeinsam machen. So wird z.B. aus vielen verschiedenen Steinen ein wunderschönes buntes Haus. Jeder Stein ist wichtig und hat seine tragende Rolle! Genauso bei den Menschen: Erst die Vielfalt lässt das Leben bunt und schön werden. Jeder hat andere Begabungen und Stärken. Keiner kann alles allein. Aber zusammen kann was Großartiges entstehen!

Neben der thematischen Arbeit lernten die Kinder noch Bogenschießen und hatten großen Spaß bei der Disko in der Kirche. Nach einer leckeren Pizza und dem Aufräumen ging es bei strahlendem Sonnenschein wieder nach Hause. Eine weitere Freizeit für das nächste Jahr ist schon angedacht. Finanziell unterstützt wurde die Freizeit von der Jugendförderung des Werra-Meißner-Kreises, dem Kirchenkreis Eschwege und dem Bund Evangelischer Jugend.

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