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KonfiCamp 2016 in Rudolstadt

Mo 07.03.2016 13:46
Einer der Höhepunkte eines jeden Konfirmandenjahres ist fraglos die Konfirmandenfreizeit.

Fragt man Erwachsene nach ihrer schönsten und einprägsamsten Erinnerung an diese Zeit, so rangiert die Konfirmandenfreizeit immer wieder ganz oben in den Nennungen.

Doch mit der klassischen Zwei-Tage-Freizeit der Konfirmandinnen und Konfirmanden einer einzelnen Gemeinde oder eines Kirchspiels hat das, was unsere Konfirmanden jetzt wieder erlebt haben, wenig zu tun. So belegten insgesamt etwa 90 Konfis aus den Kirchspielen Bischhausen, Schemmern, Waldkappel sowie der Kirchengemeinden Eschweges und der Kirchengemeinde Reichensachsen mit ihren 20 Betreuern vom 11.-14. Februar, drei volle Tage lang, ein komplettes Freizeitheim, den Schwarzenshof bei Rudolstadt.
Die morgendlichen Impulse und Arbeitseinheiten kreisten um das Thema Freundschaft, während die Konfis sich an den Nachmittagen in unterschiedliche Workshops einwählen konnten: Von Bowling und Tischtennis, über Wellness, Tanz, Geo-Caching, einem Band-Workshop bis hin zu kreativen Angeboten, wie Kerzenverzieren, T-Shirt-Gestalten und Ytong-Schnitzerei, reichte das umfangreiche Angebot.
Musikalisch mitgestaltet wurde die Freizeit von der vierköpfigen Schulband "Backyards Burning", allesamt ebenfalls Mitwirkende bei TEN SING, die die Konfirmanden mitreißend zu modernen Worshipsongs begleitete, aber auch eigene Stücke zu Gehör brachte.
Spiritueller Höhepunkt der Freizeit war wieder die Feier der von den Mitarbeitern aufwendig vorbereiteten Thomas-Messe am Samstagabend. Dabei nutzten die Konfirmanden die Möglichkeit, sich an verschiedenen, jeweils in kleinen Zelten untergebrachten Stationen mit einzelnen Ausdrucksformen des Glaubens ganz praktisch zu beschäftigen. So gab es die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen, das Abendmahl zu feiern, Nagelkreuze herzustellen, dem Glaubensbekenntnis nachzuspüren, Klage und Dank vor Gott zu bringen sowie in Form einer geheimen Beichte Belastendes abzulegen und sich Vergebung zusprechen zu lassen. An zwei weiteren Stationen machten zahlreiche Konfis davon Gebrauch, im Gespräch mit Mitarbeitern offene Fragen über Glauben und Kirche zu erörtern und für sich persönlich zu einer Klärung ihrer Gottesbeziehung zu kommen.

Die besondere Chance des KonfiCamps besteht u.a. darin, dass die Konfirmanden ihre Gemeindepfarrer bei einer solchen Freizeit noch einmal in ganz anderem Kontext erleben können. So muss der Pfarrer/ die Pfarrerin nicht die komplette Fahrt organisieren und das gesamte Programm fast alleine durchführen, sondern kann seinen/ ihren Konfirmanden einmal auf ganz ungezwungene Weise, z.B. in den vielen sportlichen und kreativen Workshops, begegnen. Auch die Tatsache, dass viele ehrenamtliche Betreuer und aus den Kirchengemeinden und dem CVJM eingesetzt werden, trägt zu einer Brückenfunktion in die Kirchengemeinden und die bestehende Jugendarbeit bei.

Das nächste KonfiCamp für die nächste Konfirmandengeneration wird vom 1. - 4. September in Neukirchen/ Knüll stattfinden.

Pfr. Dirk Panke und Jugendreferent Marc Dobat

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