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Kirchenkreis Eschwege vor großen Veränderungen

Sa 27.02.2016 16:17
Sinkende Mitgliederzahlen und geringere Einnahmen werden in den kommenden Jahren eine Neuordnung der kirchlichen Strukturen erforderlich machen. Darüber informierte der Kirchenkreisvorstand die Kreissynode Eschwege auf ihrer Tagung im Bürgerhaus in Schwebda. Es werden in Zukunft weniger Pfarrstellen zur Verfügung stehen. Auch die Mittel zur Unterhaltung der Kirchen werden weiter eingeschränkt.

Ähnliche Probleme gibt es im Kirchenkreis Witzenhausen. "Auf diesem Hintergrund schlagen die Kirchenkreisvorstände gemeinsam vor, dass wir uns ab dem Jahr 2020 zu einem gemeinsamen Kirchenkreis Werra-Meißner zusammenschließen", sagte Präses Ludger Arnold den Synodalinnen und Synodalen. Am 5. Oktober werden beide Synoden in Allendorf zusammenkommen, um über einen Zusammenschluss zu beraten und zu entscheiden. "Für diesen sehr großen Kirchenkreis brauchen wir während einer Übergangszeit aber besondere Strukturen, damit er auch funktioniert", sagte Dekan Dr. Martin Arnold. So sollen für mindestens sechs Jahre zunächst beide Dekanate in Eschwege und Witzenhausen weiterbestehen. "Da wir schon jetzt in vielen Bereichen gut zusammenarbeiten, sollte uns vor einem Zusammenschluss nicht bange sein", sagte Dekan Dr. Arnold.

In der Aussprache, die sich anschloss, ergriffen viele Mitglieder der Synode das Wort. Dabei wurde die Sorge vor einem weiteren Rückzug der Kirche aus den Dörfern geäußert, aber auch zur Zuversicht aufgerufen: "Durch unseren Glauben muss uns nicht bange sein, wir können auch fröhlich kleiner werden", sagte die Synodale Petra Landefeld-Zbierski.
Einstimmig verabschiedete die Synode einen Haushalt für 2016 und 2017. Dabei ist es durch Sparsamkeit und Personalabbau gelungen, das strukturelle Defizit des letzten Haushalts weitgehend abzubauen. Allerdings sind die Mittel zur Mitfinanzierung der 13 Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft nicht mehr ausreichend. Hier soll die Landeskirche um zusätzliche Unterstützung gebeten werden, da auch die Kommunen als Hauptlastenträger der Kosten zum Teil noch größere Finanzprobleme lösen müssen.

Die Kreissynode wählte auch Pfarrer Björn Kunstmann (Altenburschla) und Pfarrerin Jutta Groß (Jestädt) zu stellvertretenden geistlichen Mitgliedern in den Kirchenkreisvorstand. Grußworte sprachen der Meinharder Bürgermeister Gerhold Brill und Präses Jens Ritter im Namen des Partnerkirchenkreises Mühlhausen. Bürgermeister Brill informierte über den demografischen Wandel in der Gemeinde Meinhard und hob die gute Zusammenarbeit zwischen politischer Gemeinde und Kirchengemeinden hervor.

Die Kreissynode ist das oberste Leitungsorgan des Kirchenkreises. Sie hat 94 Mitglieder und setzt sich zusammen aus den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises, Delegierten aus den Kirchengemeinden, den gewählten und berufenen Mitgliedern der Landessynode sowie zwölf Mitgliedern, die der Kirchenkreisvorstand aus dem Kirchenkreis beruft. Sie kommt in der Regel zweimal im Jahr an wechselnden Orten zu Beratungen zusammen. Vorsitzender der Kreissynode ist Präses Ludger Arnold (Weißenborn).

Den Bericht des Kirchenkreisvorstands finden Sie im Wortlaut hier:
Der Synodalvorstand informierte über die Beschlüsse der LandessynodePfarrer Jochen Sennhenn artikulierte die Sorgen der kleinen GemeindenDie notwendigen Veränderungen führten zu einer lebhaften DiskussionKirchenkreisamtsleiter Andreas Koch stellt den neuen Doppelhaushalt vorDekan Dr. Martin Arnold dankt den Mitglieder der Landessynode für Ihren Dienst
Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann schenkt Dekan Dr. Arnold ein T-Shirt der evangelischen JugendarbeitBürgermeister Gerhold Brill begrüßt die Synode im Bürgerhaus SchwebdaPräses Jens Ritter überbrachte Grüße aus dem Partnerkirchenkreis MühlhausenDie Synode verlief in einer guten Atmosphäre

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