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Sternsinger aus dem Werraland in Fulda

Do 31.12.2015 15:45
Die bundesweite Eröffnung der Sternsinger-Aktion 2016 feierten zweiundfünfzig Sternsinger-Kinder aus dem Pastoralverbund St. Gabriel Werra-Meißner und der Ev. Kirchengemeinde Reichensachsen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern am Dienstag nach Weihnachten im Dom zu Fulda mit. Insgesamt etwa 2.300 Sternsinger aus allen Teilen der Bundesrepublik hatten sich dazu in der hessischen Bischofsstadt eingefunden. Sie alle konnten so einen lebhaften Eindruck davon bekommen, wie viele Kinder im ganzen Land sich alljährlich im Januar beim Sternsingen, der weltweit wohl größten Hilfsaktion von Kindern für Kinder, beteiligen.
In zwei großen Reisebussen waren die Sternsinger aus Eschwege, Reichensachsen, Sontra und Wanfried am Dienstagmorgen aufgebrochen. Nach der offiziellen Begrüßung auf dem Fuldaer Universitätsplatz fand für die Sternsinger zunächst ein buntes Programm mit unterschiedlichen Workshops statt. Hier konnten u. a. Kerzen verziert, Armbänder geknüpft, Windlichter hergestellt und lateinamerikanische Volkstänze eingeübt werden. Nach dem Mittagessen bahnte sich dann ein beeindruckend langer Zug aller Sternsinger den Weg vom Universitätsplatz durch die Innenstadt zum Dom. "So viele Besucher und zumal Kinder hat der Fuldaer Dom lange nicht mehr gesehen", freute sich Bischof Heinz-Josef Algermissen, der den Aussendungsgottesdienst zelebrierte, in seiner Begrüßung. Später würdigte der Bischof dann den Einsatz der Sternsinger. "Ich danke euch, dass ihr das Hoffnungslicht der Weihnachtsnacht mit dem Segen in die Häuser eurer Gemeinden bringen möchtet. Als Lichtträgerinnen und Lichtträger seid ihr für mich Missionare einer wunderbaren Botschaft", so Algermissen in seiner Predigt.
Mit dem Segen des Bischofs nun offiziell ausgesandt, brachen nach dem Gottesdienst alle wieder in ihre Heimatgemeinden auf. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Sternsinger an den Türen vieler Häuser klingeln, den Sternsinger-Segen zu den Menschen tragen und um eine Spende bitten. Die gesammelten Gelder gehen diesmal vorwiegend nach Bolivien, wo sie in Einrichtungen der Kinder- und Jugendpflege für Projekte gegen Ausgrenzung und Diskriminierung verwandt werden. Darunter müssen vor allem Kinder der indigenen bolivianischen Volksgruppen leiden. Ihr Selbstbewusstsein und ihre kulturelle Identität gilt es zu stärken, damit sie Chancen auf eine gute Bildung und Ausbildung leichter ergreifen und so den Weg zu einem Leben mit wirklichen Perspektiven finden.
In Reichensachsen findet das Sternsingen seit 2007 in ökumenischer Trägerschaft der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde statt. Die Sternsinger werden hier im neuen Jahr am Sonntag, dem 17. Januar, ab 9.30 Uhr unterwegs sein. Wer die Sternsinger bei sich zu Hause empfangen möchte, kann sich gern noch bei Doris Löwe oder Manfred Pohle dafür anmelden.

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