Aktuelles Gesamtübersicht

Dankbarer Rückblick, zuversichtlicher Ausblick

Mi 01.07.2015 15:24
Gemeinsame Festsynode der Kirchenkreise Eschwege und Mühlhausen
Seit 10 Jahren besteht die verbindliche Partnerschaft der evangelischen Kirchenkreise Eschwege und Mühlhausen. Aus diesem Anlass kamen die Mitglieder der beiden Kreissynoden jetzt zu einer gemeinsamen Festsynode zusammen. Präses Jens Ritter (Mühlhausen) und Präses Ludger Arnold (Eschwege) begrüßten dazu in der Jugendkirche St. Martini in Mühlhausen nicht nur die Mitglieder der Synoden, sondern auch den Mühlhäuser Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und den Landrat des Eichsfeldkreises Dr. Werner Henning. Beide betonten in ihren Grußworten die Bedeutung dieser festen, gewachsenen Partnerschaft weit über den kirchlichen Bereich hinaus. Ähnlich äußerte sich auch der Landrat des Werra - Meißner - Kreises Stefan Reuß, der ein schriftliches Grußwort übersandt hatte.
Superintendent Andreas Piontek (Mühlhausen) und Dekan Dr. Martin Arnold (Eschwege) gaben einen Rückblick auf die zehn Jahre der Partnerschaft. Sie erinnerten an den Partnerschaftsvertrag, der im Jahr 2005 in Wanfried geschlossen worden war. Dabei gedachten sie auch an Wolf von Marschall, den ehemaligen Präses der Mühlhäuser Synode, der 2013 bei einem tragischen Unglücksfall ums Leben gekommen war. "Die Beziehungen der Kirchenkreise sind natürlich viel älter", sagte Andreas Piontek, "sie reichen schon zurück in das Jahr 1989, als unmittelbar nach der Grenzöffnung der Pfarrkonvent Mühlhausen überraschend nach Eschwege kam." Vertreter beider Kirchenkreise besuchen sich seither nicht nur gegenseitig zu den Synoden. Sehr regelmäßig kommen auch die Leitungsgremien der Kirchenkreise zu Beratungen und zum Erfahrungsaustausch zusammen. Weitere Begegnungen gibt es zwischen Lektoren beider Kirchenkreise, Jugendlichen und den Pfarrkonventen. "Unsere Kirchenkreise sind die einzigen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, die solch eine Partnerschaft haben", sagte Ludger Arnold mit sichtlichem Stolz.
Neben festlicher Bläsermusik und einem schmackhaften Imbiss berieten die Synodalen auch in gemeinsamen Kleingruppen über die Frage: "Wie sehe ich die Kirche in 10 Jahren?" Dabei wurden sie von ihrem Tagungsort Jugendkirche St. Martini inspiriert, deren Konzept von den Verantwortlichen Micha Hofmann und Frederik Seeger erläutert wurde. Mit zwei modernen Liedern wurde angedeutet, warum sie für viele Jugendliche so anziehend wirkt. Die bauliche Umgestaltung der Kirche mit moderner Lichtführung, technischem Equipment und kommunikativen Zonen fand allgemeine Anerkennung. "Wir werden weniger und müssen zusammenrücken", so Dekan Dr. Arnold, "aber es tun sich auch immer wieder neue Türen auf."

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