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Diakonie - Hilfe am Nächsten: Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden in Germerode

Mo 01.06.2015 17:28
Am Pfingstmontag stellten sich die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit einem Gottesdienst zum Thema Diakonie den Gemeinden ihres Kirchspiels vor. Ausgehend von einem Tagesausflug in die große diakonische Einrichtung Hephata (Schwalmstadt-Treysa) entstand die Idee für das Gottesdienstthema. Die Konfis gestalteten viele Teile des Gottesdienstes selbst.
Nach der biblischen Lesung zum Barmherzigen Samariter begab sich Reporter Moritz direkt zum Ort des Geschehens und befragte die in der Geschichte agierenden Personen persönlich: so bohrte er bei der Priesterin Anna, warum diese denn weitergegangen sei und wie sie sich dabei gefühlt habe und auch den Räuber bekam er vors Mikro und machte sich mit seinem Nachhaken nicht gerade bei ihm beliebt. Etwas besser ging es mittlerweile dem Überfallenen, der in der Herberge von einem Arzt behandelt wurde. Die Samaritanerin Sophie, die spontan geholfen hatte sagte, dass sie selbst keine Angst hatte, dass die Täter noch irgendwo lauerten, sie habe einfach zugepackt, weil jemand ihre Hilfe brauchte.
Als besondere Gäste konnten wir drei Mitarbeiterinnen der Diakonie-Eschwege-Land gewinnen. Pflegedienstleiterin Heidrun Dilling, Teamleiterin Mechthild Geipel und Dagmar Risch. Frau Geipel, Teamleiterin der Diakoniestation in Abterode erzählte von ihrem Arbeitsalltag, von der Freude, die ihr ihre Arbeit macht und die sie oft auch von den Patienten spürt, von vielen guten Begegnungen, auch von Papierkram, der ein bisschen nervt, aber eben nötig ist.
Im Predigtteil konnten sich die Gottesdienstbesuchenden selbst auf den Weg machen und in 6 unterschiedlichen Stationen dem Thema Diakonie ein wenig auf die Spur kommen. Bei einer der Stationen kamen die Leute mit den drei Frauen der Diakonie ins Gespräch über deren Arbeit und Angebote. Bei der zweiten Station zeigten Alina und Hendrik das breite Beratungsangebot der Diakonie in Eschwege auf. Anna und Lisa-Marie hatten einen Gesichtspunkt aus der Geschichte der Diakonie erarbeitet und erzählten den Interessierten über Johann Hinrich Wichern und seine Arbeit mit sozial schwachen Kindern und Jugendlichen aus Hamburg und die Gründung des Rauhen Hauses, das es bis heute gibt. Moritz und André berichteten an einer weiteren Station von ihren Erfahrungen während unseres Konfirmandentages in Hephata. In der Krypta unserer Kirche konnte man etwas zur Ruhe kommen und unter Anleitung von Sophie Fürbitten für benachteiligte oder in Not befindliche Menschen aufschreiben, später wurden diese ins Fürbittengebet aufgenommen. Draußen vor der Kirche konnten die Gottesdienstbesuchenden ein bisschen praktisch in Aktion treten und mit Hilfe von Paul und Benjamin versuchen, mit einem Rollator zu gehen oder auch mit Krücken, mit verbundenen Augen geführt werden oder ohne Hinzunahme der Hände einen Bonbon auszupacken - alles gar nicht so leicht - gut, dass es Hilfe gibt! Außerdem konnte man seine eigene Hilfsbereitschaft in einem Fragebogen testen, natürlich anonym. Besonders aufregend war der Gottesdienst auch für einen Konfirmanden, Moritz, der drei Gemeindelieder super auf der Orgel begleitete.
Nach dem Gottesdienst waren alle noch eingeladen zu einem kleinen Snack, Getränken und Gesprächen - dieses Angebot wurde gern von vielen Leuten angenommen. Viele der Konfi-Eltern brachten sich hier ein. Das war prima.
Die Vorstellung der Konfis war jedenfalls rundherum gelungen, viel positives Feedback konnten sie für ihre Mühe und ihren Mut im Gottesdienst selbst einheimsen - zu recht.
Auf eine weitere aktionsreiche Konferzeit freut sich Pfarrerin Dorlies Schulze.

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