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Bibel-Botschaften - Eine Ausstellung des Malers ElShalom Wieberneit in der Marktkirche

Mo 27.04.2015 15:38
Bibel und Bilder sind seine Leidenschaft.
ElShalom Wieberneit wurde 1924 als Gottfried Wieberneit in Barmen (Wuppertal) geboren. Er verbrachte seine Kindheit in einem christlichen Elternhaus. Seine Eltern gehörten zur Bekennenden Kirche. In Wieberneits Elternhaus wurde täglich die Bibel gelesen, aber auch das Malen spielte eine wichtige Rolle. Aufgrund seiner besonderen künstlerischen Begabungen wurde er für ein Kunststudium an der "Adolf-Hitler-Schule" vorgeschlagen, das er aber ablehnte. Er wollte nicht zum Eintritt in die Hitlerjugend gezwungen werden. Sein Studium an der Werkkunstschule in Wuppertal, war nur von kurzer Dauer. 1942 wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und von dort zur Wehrmacht. Nach einer Verwundung in Russland wurde er nach Italien verlegt, wo er 1944 in englische Kriegsgefangenschaft geriet. Seine dreijährige Kriegsgefangenschaft verbrachte Wieberneit in Ägypten und Lybien. Als in Ägypten eine Lageruniversität für ein Theologiestudium gegründet wurde, nutzte er diese Chance und erweiterte seine theologischen Bibelkenntnisse. Gleichzeitig fand er Zeit und Möglichkeiten zum Malen. In Ägypten wurde Wieberneit auch zum ersten Mal mit dem "Messias" von Georg Friedrich Händel konfrontiert. Text und Musik haben ihn so ergriffen, dass sofort der Wunsch in ihm wach wurde, den Messias zu malen. Es dauerte aber mehr als 30 Jahre, bis das Werk in ihm gereift war und zur Ausführung kam.
Nach Deutschland zurückgekehrt, schloss er sein Kunststudium ab. Um sich genügend Freiheit für sein Schaffen und für die Gestaltung seiner Ideale zu erhalten, gründete er einen eigenen Werbebetrieb.
Er malte Aquarelle und Ölbilder. Er arbeitete mit Holz, und es entstanden Reliefs und später viele Holzschnitte.
Seine besondere Verbundenheit mit der Bibel und dem Volk Israel haben auch seine Liebe zum Land Israel geprägt. Sein Namen GOTTFRIED, der ganz frei übersetzt ELSHALOM lautet, wurde für ihn zum Künstlername.
Immer wieder beschäftigen den Künstler die großen Themen der Bibel.
Seine Bilder bestechen, verwirren, faszinieren durch eine ungeheure Farbintensität und Bewegungskraft. Die Bilder sind wie ein Buch, das vom Betrachter "gelesen" werden will.
Der Künstler lebt 91jährig in Ennepetal, Wuppertal.

Vom 02.05.-02.07.2015 zeigt die Marktkirche in Eschwege mehrere Bilderzyklen zu Gleichnissen Jesu, zur Josefs-Novelle und anderen biblischen Themen.

Die Ausstellung wird am Samstag, 02. Mai 2015 um 19.30 Uhr, im Anschluss an die Musikalische Vesper, eröffnet. Die Laudatio hält Pfarrer Martin Weskott, Vorsitzender der Wieberneit-Stiftung in Katlenburg.

Die Kirche ist täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet.

Am Sonntag, 3. Mai 2015 lädt die Evangelische Stadtkirchengemeinde ein zu einem Gottesdienst "Bibel und Bild" um 10.00 Uhr in der Marktkirche mit Betrachtung eines Wieberneit-Bildes.

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