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30 Kinder aus Hessen und Thüringen erlebten gemeinsame Freizeit

Do 23.04.2015 10:23
Das Johanniter-Rittergut Beinrode bei Leinefelde war für 30 Kinder aus Meinhard und Treffurt Ziel einer Freizeit in den Osterferien. Die beiden Gemeindepädagoginnen Alexandra Kunze (Kirchspiel Treffurt) und Marina Porzelle (Kirchspiel Meinhard) hatten im Vorfeld die Freizeit geplant und die Kinder aus ihren Arbeitsbereichen eingeladen.

Beide sind seit einem guten Jahr in ihrer Stelle tätig. Marina Porzelle kam aus Magdeburg nach Eschwege und wollte sich ursprünglich auch auf die Treffurter Stelle bewerben. Doch dann war Meinhard schneller. Daher war sie neugierig, wer in Treffurt angefangen hat. Bei einem "Gemeindepädagogischen Tag" in Neudietendorf lernten sich die beiden kennen, und die Sympathie stimmte sofort. Seither planen sie viele Aktionen gemeinsam.

Das erste gemeinsame Projekt war die Osterfreizeit in Beinrode. Neben viel Musik, jede Menge Spielen stand auch gemeinsam Kochen auf dem Programm. Das machte den Kindern besonders viel Spaß. So gab es neben Nudeln mit Tomatensoße auch Linseneintopf mit Würstchen, Hamburger mit Fischstäbchen, Nudelsalat, Eiersalat und Pizza. Alles was die Kinder gerne mögen und selbst gekocht schmeckt nochmal so gut!

Doch es gab auch ein interessantes inhaltliches Programm. Es ging um Menschen, die Vorbilder sein können, sogenannte "Salzmenschen". Denn Jesus sagt zu seinen Jüngern: "Ihr seid das Salz der Erde." Salz ist sehr wichtig, denn ohne Salz kann niemand leben. Vorgestellt wurde die Kinderschriftstellerin Astrid Lindgren, die sich für die Rechte von Kindern eingesetzt hat. Sie war der Meinung, Kinder sollten mehr Zeit zum Spielen haben, damit sie einen Schatz fürs Leben bekommen. Ihre Fantasie kann Kinder anregen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht durch Konventionen der Erwachsenen einschüchtern lassen.

Auch zwei Personen aus der Bibel, nämlich König David und seine spätere Frau Abigaijl, wurden vorgestellt. David ist ein Vorbild für Gottvertrauen, wenn im Leben mal was nicht so gut läuft und das man trotz vieler Umwege und Irrwege noch zum Ziel kommen kann.

Abigaijl ist ein gutes Vorbild für eine Friedensstifterin. Sie hat durch ihren Mut und ihre Taktik sogar einen Krieg verhindern können. Gerade in der heutigen Zeit werden mutige Menschen gebraucht, die sich für Frieden und Diplomatie einsetzen. Das fängt schon als Streitschlichter in der Schule an.

Als vierte Person wurde der Tischtennisweltmeister Rainer Schmidt vorgestellt. Das Besondere bei ihm: Er hat keine Hände und auch keine richtigen Arme. Außerdem ist ein Bein zu kurz. Wieso er ein Vorbild ist? Weil er anderen Mut machen kann. Er hat viele Einschränkungen und hat es trotzdem geschafft, ein gutes und erfolgreiches Leben zu führen. Und er ist ein Vorbild, weil er zeigt, dass es nicht richtig ist, anderen Fähigkeiten abzusprechen und ihnen nichts zuzutrauen.

Ausgestaltet wurde das Programm durch viele Spiele und Aktionen, bei denen sich die Kinder in unterschiedlichen Rollen ausprobieren konnten. Und die Kinder haben gelernt, dass sie auch "Salzmenschen" sind oder werden können: Denn jeder hat gute Gaben und Fähigkeiten, mit denen wir die Welt bereichern können.

Abends gab es ein Kinoprogramm. Gezeigt wurde "The Mighty", ein Film über zwei Jungen, die beide Außenseiter waren, aber gemeinsam ein unschlagbares Team wurden! Lagerfeuer und Grillen gab es natürlich auch, ebenso Reiten, Filzen und Holzwerkstatt für alle.

Krönender Abschluss war der von den Kindern ausgearbeitete und durchgeführte Gottesdienst in der Rittergutkapelle, zu dem auch die Eltern eingeladen waren. Beim Abschied gab es dann fast manche Träne, so sehr hatten sich die Kinder befreundet. Es soll nicht die letzte Begegnung zwischen den Kindern aus Meinhard und Treffurt gewesen sein.
Am Lagerfeuer

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