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EL SHALOM Wieberneit - Großer Künstler mit Leidenschaft für die Bibel

Mo 30.03.2015 14:18
Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 2. Mai 2015 im Anschluss an die Musikalische Vesper um 18.00 Uhr
Die Ausstellung ist bis zum 6. Juli täglich von 10.00 - 17.00 Uhr in der Marktkirche zu sehen.

Manchmal entdeckt man unverhofft einen Schatz … So war es, als wir an einem Wochenende im Januar mit den Kantorei Eschwege für die Aufführung des "Messias" auf der Burg Katlenburg probten. In einer Pause stöberte ich in der Bücherburg und kam mit Pfr. Martin Weskott ins Gespräch. Es war ein Nebensatz, der mich hellhörig machte. Ja, es gäbe da einen Bilderzyklus zum "Messias", schräg gegenüber, im Gebäude des ehemaligen Refektoriums. Mir verschlug es förmlich die Sprache, als Pfr. Weskott uns in das Refektorium geleitete und ich das imposante Werk von El Shalom Wieberneit in Augenschein nahm:
31 Meter lange und zwei Meter hohe Kunstwerke, bestehend aus 14 Bildern, davon sechs Triptychen, Acryl auf Holz. Es sind sehr farbintensive, emotionsgeladene Bilder. Die schwebenden Figuren und die kreisförmige Anordnung erinnern ein wenig an Chagall, aber auch an die Renaissance-Malerei. Neben diesem Zyklus birgt die Wieberneit-Stiftung noch zahlreiche weiterer Bilder desselben Künstlers zu biblischen Texten und Erzählungen.
Der Künstler, El Shalom Wieberneit, ist 91 Jahre alt und lebt in Ennepetal.
Als "bergischer Künstler" wird er in vielen Schriften betitelt, wohl weil er in Barmen groß wurde. Die Eltern gehörten der Bekennenden Kirche an. Er selbst nennt sich "El Shalom", weil er an die jüdischen Wurzeln seines christlichen Glaubens erinnern will. Er studierte an der Werkkunstschule in Wuppertal, lehnte jedoch eine Förderung durch die Nazis, die ihm eine Ausbildung an der "Adolf-Hiltler-Schule" anboten, ab. Besonders geprägt hat ihn die Zeit der Kriegsgefangenschaft in Nordafrika. Durch seine Gefangenschaft und seinen Glauben entwickelte sich seine Liebe für den Sinai und für Israel. Wieberneit malt Szenen ais der Bibel, Leid, Sehnsucht und immer wieder die Hoffnung auf den wiederkehrenden Christus.
Einige Werke aus dem Besitz der Stiftung dürfen wir nun leihweise in der Marktkirche ausstellen.
Pfrin. Sieglinde Repp-Jost

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