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60 Kinder aus Meinhard zu Besuch auf den Bahamas!

Mo 09.03.2015 13:04
60 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren kamen im evangelischen Gemeindehaus in Grebendorf zusammen, um einen erlebnisreichen Tag rund um die Bahamas zu erleben. Anlass war der diesjährige Weltgebetstag, der die Bahamas zum Thema hatte. Gemeindepädagogin Marina Porzelle hatte mit ihrem ehrenamtlichen Team aus 13 Jugendlichen und engagierten Gemeindegliedern ein tolles Programm vorbereitet. "Ich hatte mit etwa 30 Kindern gerechnet, denn letztes Jahr waren 28 Kinder dabei", sagt Marina Porzelle. "So war es eine Steigerung von über 100 %! Selbst Freitagabend haben noch Eltern angerufen und gefragt, ob sie ihre Kinder bringen können", freut sich Marina Porzelle. Wir haben die Herausforderung freudig angenommen und alle Kapazitäten ausgeschöpft!

Los ging es erstmal mit Musik und Stimmungsliedern, auch passend zu den Bahamas. Anschließend wurde die Stimmung aufgelockert durch lustige Spiele mit den Füßen, wie Luftballons weitergeben oder Bierdeckelweitwurf. Natürlich alles ohne Hände. Dann gab es einen kleinen Film über Korallenriffe und schwimmende Schweine. Anschließend eine Diashow über die Bahamas, wo die Kinder die Geschichte, die Kultur und viel über die Menschen auf den Bahamas lernten. Neben allen paradiesischen Eindrücken erfuhren die Kinder allerdings auch von den Problemen des Landes: Dass etwa 10 % der Bevölkerung in Armut leben, von der Umweltverschmutzung durch den Tourismus und von den Steuersündern, die ihr Geld auf den Bahamas "verstecken", um im Heimatland keine Steuern zahlen zu müssen. So ähnlich wie vor 200 Jahren noch die Piraten, von denen viele auf den Bahamas ihr Zuhause hatten.

Daher machten sich die Kinder gleich anschließend selbst auf Schatzsuche durch Grebendorf. In vier Gruppen ging es auf zwei Routen durch den Ort, zu vielen Stationen, immer auf der Suche nach dem Piratenschatz. Der letzte Hinweis war versteckt, in einem Flamingo-Briefkasten, dem Nationaltier der Bahamas. Und siehe da, der Schatz war in einer richtigen Schatzkiste im Keller des Gemeindehauses versteckt!

Jetzt hatten alle Hunger und so gab es für jeden einen Bahama-Burger mit Fischstäbchen, leckerer Soße und Salat. Zum Nachtisch gab es exotische Fruchtspieße. Alles was die Eschweger Supermärkte momentan im Angebot hatten, war vorhanden: Kokosnuss, Ananas, Kaki, Physalis, Granatapfel, Weintrauben, Bananen, Maracujas, Wassermelone, Honigmelone, Sternfrucht und Kiwis!

Nach dem lecker Essen gab es eine Geschichte zum Thema Freundschaft. Jesus hatte seinen Freunden mal die Füße gewaschen, was diese überhaupt nicht verstehen konnten. Denn sie fühlten sich geringer als Jesus, den sie als ihren Herrn und Lehrer ansahen. Doch Jesus wollte ihnen zeigen, dass er nicht über ihnen steht, sondern unter Freunden alle gleich sind. Keiner ist besser als der andere, egal was man kann. Und keiner ist der Chef der anderen. So soll es auch bei uns unter Freunden sein: keiner soll sich über den anderen erheben, keiner soll sich brüsten, was er besser kann als andere. Dann kann man sich auch mal kleinmachen und anderen helfen, sie unterstützten, zu ihnen stehen, ihnen die Füße waschen. Gerade Kinder erleben schon im Kindergarten und Schule den Konkurrenzkampf untereinander, immer der Beste und Größte sein zu wollen. "Vielleicht habt ihr ja Lehrer, die auch euer Freund sein wollen und euch mal die Füße waschen. Und ihr ihnen!", gab Marina Porzelle den Kindern mit auf den Weg.

Die Kinder sollten natürlich auch selbst kreativ sein und schöne Andenken mit nach Hause nehmen. Und so gab es im ganzen Haus in allen Räumen Workshops, wo die Kinder Flamingos, Muschelhaarspangen, Klammerfüße, Salzteigfische und Muscheln, Indiakas, Piratenhüte basteln und natürlich leckere Cocktails mixen konnten: Sogar mit Kokosmilch und alkoholfreiem Blue Curacao.

Bei der Abschiedsrunde wurde nochmal kräftig gesungen und getanzt und Ingetraud Hesse spielte Akkordeon zur deutschen Version von "What shall we do with the drunken sailor" , "Nackidei", "Die Affen rasen durch den Wald" und "Eine Insel mit zwei Bergen". Alle Helfer bekamen noch einen tollen Applaus und ein kleines Dankeschön. Nachdem die Kinder abgeholt und alles wieder aufgeräumt und sauber war, ging es mit den Jugendlichen noch zum Griechen zu einem Danke-Abschlussessen. Und nächstes Jahr geht’s auf nach Kuba!
Viele Kinder waren in das Gemeindehaus gekommen

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