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Innenrenovierung des Neustädter Kirche in Eschwege wird mit 50.500 € gefördert

Do 22.01.2015 13:32
Pfarrer Helge Hofmann und Kirchenvorsteher Dr. Michael Berger konnten am vergangenen Montag einen Förderbescheid der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Höhe von 50.500€ entgegennehmen. Die Stiftung verdoppelt damit Spenden, die aus der Gemeinde für die anstehenden Renovierungsmaßnahmen eingegangen waren. Die Spenden kamen unter anderem durch eine Reihe von Benefizkonzerten zusammen. Es wurde auch ein besonderes "Katharinenbrot" kreiert und mit Aufschlag zugunsten der Kirchenrenovierung verkauft.

Insgesamt fördert die Stiftung den Erhalt denkmalgeschützter Kirchenbauten mit insgesamt 568.600 Euro. Neun Gemeinden erhielten am Montag in Kassel Bewilligungsbescheide für Innenrenovierungen und künstlerische Ausgestaltungen in denkmalgeschützten Kirchen im vergangenen Jahr überreicht. Die einzelnen Fördersummen liegen zwischen 15.100 und 148.500 Euro.

Die einzelnen Gemeinden hatten während der Laufzeit der Projektliste vom 3. Juni bis 14. November 2014 durch vielfältige Aktivitäten ein Spendenergebnis von 568.322 Euro erzielt. Die Landeskirche hatte die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Millionen ausgestattet, welches Ende 2013 um weitere zehn Millionen Euro aufgestockt wurde.

Bischof Martin Hein wies bei der Übergabefeier darauf hin, dass Kirchen stets besonders hervorgehobene Gebäude seien. Oftmals stelle die Kirche sogar das historisch bedeutendste Bauwerk eines Dorfes dar. Die hohe Spendenbereitschaft der Gemeinden zeige, wie stark deren Liebe zur Kirche ausgeprägt sei.

Der Vizepräsident der Landeskirche, Volker Knöppel, hob hervor, dass die Idee der Spendenverdoppelung ursprünglich aus dem Ausland stamme. Eine amerikanische Firma habe damit das Spendenpotential ihrer Mitarbeiter erhöhen wollen. Knöppel zeigte sich ferner verwundert darüber, dass das erfolgreiche Modell einer solchen Stiftung in den Gliedkirchen der EKD bisher noch keine Nachahmer gefunden habe.

Seit Gründung der Stiftung im Jahr 2000 seien nunmehr 244 Projekte mit insgesamt rund elf Millionen Euro gefördert worden, ergänzte Stiftungsvorsitzender Andreas Fehr. Zähle man die Spenden der Gemeinden hinzu, komme ein Gesamtinvestitionsvolumen von 18,4 Millionen Euro zusammen.

In der kurhessischen Kirche gibt es rund 1.000 Kirchen, der Großteil von ihnen ist denkmalgeschützt. Im Jahr 2000 hatte die Landessynode beschlossen, die Mittel zu ihrem Erhalt durch die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung zu ergänzen. (19.1.15)
Foto: medio.tv/schauderna

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