Aktuelles Gesamtübersicht

Kirchenkreis Eschwege unterstützt Partnerkirchenkreis in Estland mit einem Bus

Mi 05.11.2014 14:46
Einen Bus mit neun Sitzplätzen haben Pfarrer Harald Aschenbrenner (Niddawitzhausen) und Pfarrer Eberhard Laukner (Frankershausen) nach Estland überführt. Mart Jaanson, Pfarrer der estnischen Kirchengemeinde Noo, hatte die beiden Amtsbrüder aus dem Kirchenkreis Eschwege um Unterstützung gebeten. Er benötigt den Bus dringend, um Gemeindeglieder zu Gottesdiensten oder Veranstaltungen zu transportieren und um Kinder zu Freizeiten der Gemeinde mitzunehmen. Der Bus ermöglicht es dem Pfarrer auch, seinen Dienstort zu erreichen, denn nicht in jeder estnischen Kirchengemeinde gibt es ein Pfarrhaus, in dem die Pfarrfamilie leben kann.

Der gebrauchte Bus wurde von der Kirchengemeinde Noo für 6.400€ erworben. Der Kirchenkreis Eschwege und die Kirchengemeinde Niddawitzhausen übernahmen Ölwechsel, TÜV, ASU und Versicherungskosten. Dabei half eine großzügige Spende in Höhe von 500€.

Pfarrer Aschenbrenner und Pfarrer Laukner überführten den Bus nun über mehr als 2.000km Landstraße nach Estland und übergaben ihn an Pfarrer Maart Jaanson. Dabei nutzten sie die Gelegenheit, um das Gemeindeleben vor Ort und die Kirchengemeinden und den Alltag der Pfarrerinnen und Pfarrer in Estland näher kennen zu lernen. So konnten sie auch eine evangelische Trauung bei dem Kollegen in Nõo miterleben. In Estland ist der Pfarrer noch zeitgleich Standesbeamter. Bevor der Segen erteilt wird, muss das Brautpaar in der Kirche die Eheurkunde unterschreiben und der Pfarrer diese beurkunden.

Ebenso interessant war es, eine Bibelarbeit vor Ort in der Gemeinde mitzuerleben und die Verbindung im Glauben zu praktizieren. Dabei konnten man in kleiner Runde miteinander über Bibel und Glaube ins Gespräch zu kommen. In der Kirchengemeinde Noo gibt es kein Gemeindehaus. Der Bibelkreis trifft sich in der kommunalgeführten Bibliothek in einem kleinen Nebenraum.

"Für uns wurde angesichts der Reise auf dem Landweg deutlich, wie wichtig uns diese Partnerschaft innerhalb Europas ist", sagte Pfarrer Aschenbrenner, "es war ein Dienst an Freunden, der uns und ihnen Freude bereitete!" Die Rückreise nach Deutschland gestaltete sich unproblematisch in Form eines günstigen Fluges von Tallinn über Riga nach Frankfurt in einer kleinen Propellermaschine.

Harald Aschenbrenner
Pfarrer Laukner und Pfarrer Aschenbrenner mit dem überführten Bus

» zurück