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Treppe zur Ulfener Kirche durch Gemeinschaftsaktion von Grund auf erneuert

Mo 27.10.2014 20:29
Brüchig und rissig geworden war die Zugangstreppe, die von der Straße Am Johannisberg in Ulfen zur St. Johanniskirche und zum Friedhof führt. "Wir hatten die Treppe gesperrt, weil sie eine Gefahrenquelle darstellte", sagte Pfarrerin Andrea Fugmann-Szugfill. Umso größer war nun die Freude, dass die Treppe nach einer grundlegenden Instandsetzung wieder in Gebrauch genommen werden konnte. "Eigentlich sollte die Maßnahme 30.000€ kosten", sagte Brigitte Drößler, die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende, "wir waren ratlos, wie wir diese Summe aufbringen sollten." Doch dann fand sich ein Team von Ehrenamtlichen, das sich unter fachlicher Leitung des pensionierten Hochbaupoliers Willi Buchenau der Sache annahm. Am Ende fielen nur etwa 4.000€ für Materialkosten und für die Montage des Geländers an. Alle anderen Arbeiten wurden durch Freiwillige aus Ulfen erbracht. "357 Arbeitsstunden waren das", so Willi Buchenau, der über die Maßnahme so Buch geführt hat, wie er es von anderen Baustellen her kennt. Die Geldmittel wurden durch den Förderverein für die St. Johanniskirche aufgebracht, der dazu einen Adventsmarkt veranstaltet hatte.
Als die Treppe nun wieder in Gebrauch genommen werden konnte, war die Freude groß. Eine große Schar Menschen hatte sich an der Treppe versammelt, darunter der bisherige Bürgermeister der Stadt Sontra Karl-Heinz Schäfer, der neu gewählte, aber noch nicht eingeführte Bürgermeister Thomas Eckhardt und der Ulfener Ortsvorsteher Michael Stein. In dem sich anschließenden Festgottesdienst sangen der Männergesangverein und der Frauenchor Ulfen unter der Leitung von Michael Rimbach. Dekan Dr. Martin Arnold lobte in der Predigt die Initiative der Ulfener, die letztlich darauf abziele, Menschen den Zugang zur frohen Botschaft zu eröffnen. Gut sei, dass es neben der Treppe auch noch einen barrierefreien Zugang zur Kirche gebe. Die ehemalige Ulfener Pfarrerin Hannah Schwarz-Richter erinnerte an die Gründung des Fördervereins, der inzwischen auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann. Unter dem Vorsitz von Hedwig Siebert hatte er bereits maßgeblich zur Innenrenovierung der Kirche und zur Ausgestaltung eines Vorraums im Kirchturm beigetragen. Das Fest schloss mit einem gemütlichen Zusammensein vor der Kirche, zu dem die "Ulfener Jungs" aufspielten.
Freiwillige Helfer bei der ArbeitVon links nach rechts: Dekan Dr. Martin Arnold, die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Brigitte Drößler, Pfarrerin i.R. Hannah Schwarz-Richter, Fördervereinsvorsitzende Hedwig Siebert und Bauleiter Willi Buchenau

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