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Kreissynode Eschwege beschließt in Weißenborn neues Konzept für die Jugendarbeit

Sa 27.09.2014 16:28
Mit einer engeren Zusammenarbeit zwischen den drei hauptamtlichen Jugendarbeitern soll die Jugendarbeit im Kirchenkreis Eschwege zukünftig mehr Stabilität und Kontinuität erhalten. So sieht es der neue "Rahmenplan Jugendarbeit" vor, der von Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann und dem Jugendausschuss der Kreissynode vorgestellt wurde. Darin werden nicht nur die differenzierten Lebenswelten heutiger Jugendlicher beschrieben, sondern auch Ziele und Perspektiven für die Jugendarbeit in der Region neu entfaltet. "Bei Gott können Menschen bedingungsloser Liebe begegnen", sagte Kunstmann, "das ist ein evangelischer Kontrapunkt zur Leistungs- und Erlebnisgesellschaft unserer Zeit." Der Rahmenplan enthält jedoch auch eine bittere Pille. Leider muss eine hauptamtliche Stelle zukünftig gestrichen werden, weil die Mittel dafür nicht mehr ausreichen.

Ein zweiter Schwerpunkt der Synode war der erste Gebäudebedarfsplan des Kirchenkreises. Er sieht vor, dass möglichst alle Kirchen erhalten werden sollen. Die finanziellen Ressourcen reichen jedoch nicht mehr aus, um auch alle kirchlichen Gemeindehäuser zu erhalten. Nur noch ein Gemeindehaus pro Kirchspiel soll künftig Zuweisungen für die Bauunterhaltung erhalten. Dekan Dr. Martin Arnold empfahl den Gemeinden, das Gespräch mit den Kommunen zu suchen. "Wir müssen zusammenrücken und über gemeinsame Nutzung von Gemeindehäusern oder Dorfgemeinschaftshäusern zu sprechen", sagte Arnold. Nur auf diesem Wege könne in jedem Dorf dauerhaft ein Versammlungsort erhalten werden.

Der Weißenborner Bürgermeister Thomas Mäurer begrüßte die Mitglieder der Synode in der Weißenborner Kirche, die mit viel Eigenleistung und ehrenamtlichem Engagement neu gestaltet wurde. Er lobte die Verbundenheit von Kommune und Kirchengemeinde und bot eine engere Zusammenarbeit an in der Betreuung von Flüchtlingen und bei der Nutzung von Dorfgemeinschaftshäusern. Pröpstin Katrin Wienold-Hocke dankte für die "Willkommenskultur" gegenüber Flüchtlingen in den Kirchengemeinden. Sie rief dazu auf, mehr Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Im Auftrag von Bischof Dr. Martin Hein bat sie die Gemeinden auch, für den Frieden in Syrien und im Libanon zu beten. Der Mühlhäuser Superintendent Andreas Piontek erinnerte in seinem Grußwort an den Mauerfall von 25 Jahren. Das Bibelwort "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen" habe im Jahr 1989 auch eine große politische Wirkung entfaltet, die von der Staatssicherheit mit Misstrauen beäugt worden sei.
Die Synode berät über Jugendarbeit und GebäudeerhaltungDer Kirchenkreisvorstand folgt dem Grußwort von Superintendent Andreas Piontek (links)Kreisjugendpfarrer Björn Kunstmann stellte den neuen Rahmenplan Jugendarbeit vorPräses Ludger Arnold und Dekan Dr. Martin Arnold danken Dekanatssekretärin Christa Reiß, die nun in den Ruhestand tritt

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