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Pädophilie - Mann steht auf Kind - Wenn wahr wird, was nicht sein darf

Sa 19.07.2014 13:54
Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Pädophilie lud das Evangelische Forum am 16. Juli in die Marktkirche Eschwege ein - ein unbequemes und schwieriges Thema, das mit viel Fingerspitzengefühl aufgegriffen und über das sachlich und umfassend informiert wurde.
"Wenn wahr wird, was nicht sein darf - Mann steht auf Kind": Die Referentin Mandy Körner, Psychologin und Therapeutin, die an der Medizinischen Hochschule Hannover das Präventionsprojekt "Kein Täter werden" leitet, machte deutlich, dass etwa 1% der Männer diese sexuelle Präferenz haben. Dabei handele es sich um eine sexuelle Orientierung, die sich diese Männer nicht ausgesucht haben, mit der sie aber zurechtkommen müssen, damit es nicht zum sexuellen Missbrauch von Kindern kommt. Das Projekt hilft dabei, Strategien zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen zu erlernen.
Christoph Lyding, der in der Männerberatung der Arbeiterwohlfahrt in Eschwege arbeitet, wünschte sich mehr Offenheit im Gespräch über Sexualität.
Stefan Sigel-Schöning, der als Vertreter der Männerarbeit der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck auf dem Podium saß, störte sich daran, dass Männer durch die aktuelle Debatte unter Generalverdacht gerieten.
Die Pröpstin des Sprengels Kassel der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Katrin Wienold-Hocke, verdeutlichte, dass die Kirche als Arbeitgeberin Verdachtsfällen nachgehe und sie zur Anzeige bringe, dass aber nie der Täter, sondern nur seine Tat verurteilt werden dürfe.
Podiumsteilnehmer: Christoph Lyding, Katrin Wienold-Hocke, Stefan Sigel-Schönig, Mandy Körner, Sieglinde Repp-JostMandy Körner, Psychologin und Therapeutin im Präventionsprojekt ''Kein Täter werden''

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