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Ökumenischer Gottesdienst zum 40-jährigen Bestehen des Werra-Meißner-Kreises

Do 27.03.2014 11:33
Der Dank für das schöne Land an Werra und Meißner, das Gebet für Menschen mit politischer Verantwortung und das Verhältnis von Staat und Kirche standen im Mittelpunkt eines besonderen Gottesdienstes in der Eschweger Marktkirche. Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Werra-Meißner-Kreises hatten Landrat Stefan Reuß und Kreistagsvorsitzender Dieter Franz zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Etwa 350 Menschen, darunter die Mitglieder des Kreistages, des Kreisausschusses, die Bürgermeister aus dem Landkreis, Regierungspräsident Dr. Walter Lübke, Pröpstin Katrin Wienold Hocke, der ehemalige Landrat Dieter Brosey, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter gesellschaftlicher Institutionen waren der Einladung gefolgt. Der Gottesdienst wurde gestaltet durch Dekanin Ulrike Laakmann (Witzenhausen), Dechant Mario Kawollek (Eschwege) und Dekan Dr. Martin Arnold (Eschwege). An einem Gebet wirkten Ludger Arnold (Weißenborn), Ulrike Kirch (Abterode) und Michael Ruess (Bad Sooden-Allendorf) mit. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst durch den Organisten Michael Grabbe (Eichenberg) und den Eschweger Posaunenchor unter Leitung von Andreas Batram.

Der Landkreis sei nicht nur eine "juristische Person", sagte Dekan Arnold in seiner Predigt, sondern auch eine Gemeinschaft von Menschen in der Region. Das Jubiläum sein ein guter Anlass, um Gott zu danken für die Landschaft an Werra und Meißner, die Menschen in der Region und die Möglichkeiten der politischen Mitgestaltung. Die Rolle der Kirche bestehe zunächst in der Fürbitte für die Schwachen und Hilfsbedürftigen, aber auch für die Menschen mit politischer Verantwortung. Er warnte sowohl vor einer Vermischung von Politik und Religion als auch vor einer Trennung: "Politik darf nicht zur Religion werden. Religion wiederum sollte das eigene Recht der Politik achten, aber sich gegebenenfalls auch nicht scheuen, ihre Stimme für die Schwachen zu erheben."

Landrat Reuß zeigte sich im weiteren Verlauf des Festaktes in der Stadthalle davon überzeugt, dass auch kleine Landkreise eine Zukunftsperspektive haben. Er kritisierte die Schwächung der Region durch den Abzug von Landesbehörden und erinnerte die Landesregierung an ihre Aufgabe, für gleiche Lebensbedingungen in allen Regionen zu sorgen. Die Politik im Werra-Meißner-Kreis sei an Sparsamkeit und Bürgernähe orientiert. In den vier Jahrzehnten sei der Landkreis zusammengewachsen und habe ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt: "Deshalb dürfen wir uns heute einmal selbst feiern."
Foto: Jörg KlingeFoto: Jörg Klinge

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