Aktuelles Gesamtübersicht

Neujahrsempfang des Kirchenkreises

Mo 06.01.2003
Zum ersten Neujahrsempfang hatte der Kirchenkreis Eschwege in die altehrwürdige Marktkirche in Eschwege eingeladen. Dass eine Kirche als Empfangssaal dient, hatten viele der Besucher noch nicht erlebt, waren aber von der ersten Veranstaltung dieser Art sehr angetan. Im Chorraum hinter dem Altar stand noch der Tannenbaum und an der Krippe waren zeitgerecht die Heiligen Drei Könige aufgezogen. Im hinteren Kirchenraum waren Stehtische aufgebaut und im Seitenflügel stand das kalte Büffet, das von der Küche der Werraland - Werkstätten einladend angerichtet worden war. Nachdem bei einem Gläschen Sekt die Gäste aus Politik, Wirtschaft und den synodalen Gremien die Kirche, die seit der grundlegenden Renovierung in warmen hellen Farben erstrahlt, interessiert begutachteten, begann der eigentliche Programmteil mit dem Auftritt des "Familienchors Eschwege". Am Klavier begleitete und leitete Bezirkskantorin Susanne Voß den Chor, der aus Erwachsenen, vielen Kindern und Jugendlichen besteht, bei einigen nachdenklichen und lustigen Liedern . Anschließend begrüßten die zwei "Hausherren", Dekan Dr. Martin Arnold, und der Vorsitzende der Kreissynode, Ludger Arnold, alle Anwesenden und stellvertretend für die zahlreich erschienene politische Prominenz zwei Bundestagsabgeordnete, Michael Roth von der SPD und Robert Heidrich von der CDU, die beiden regionalen SPD - Landtagsabgeordneten Lothar Quanz und Dieter Franz, den Landrat des Werra - Meißner - Kreises und die zwei Bürgermeister, von der größten Gemeinde - Eschwege - und der kleinsten - Weißenborn - im Kirchenkreis Eschwege. Sie bedankten sich bei allen, ganz besonders beim kirchlichen Rentamt und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt dieses Abends stand aber ein Vortrag von Inge Pape, Chefredakteurin der Zeitschrift "Theorie und Praxis der Sozialpädagogik" über das Thema "Was ist ein guter Kindergarten?". Ein Thema, das von besonderer Bedeutung ist angesichts der Diskussion über das gesamte Bildungswesen und vor allem, da die Kirchengemeinden des Kirchenkreises 12 Kindergärten in ihrer Trägerschaft haben mit über 90 Erzieherinnen und über 800 Kindergartenplätzen. Dieser Vortrag war eine sachliche, fundierte und sehr grundlegende Auseinandersetzung mit der Problematik. Frau Pape stellte in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, dass Bildung auch im Kindergarten ein gegenseitiger Prozess ist, bei dem Kinder als selbstständige Individuen, ihre Eltern und die Erzieherinnen beteiligt sind. Ihr Vortrag endete mit dem Satz: "Ein guter Kindergarten ist so anspruchsvoll komplex und vielseitig wie die Kinder und wie diese Welt, in der sie mit uns aufwachsen."

Für viele Gespräche waren dadurch viele Anregungen gegeben , die bei Schnittchen am kalten Büffet in lockerer Atmosphäre stattfanden. Beschlossen wurde der Abend durch den Segen des Dekans und einem gemeinsamen Lied.



(Ludger Arnold)
Dekan Dr. Martin Arnold und Ludger Arnold, der Vorsitzende der Kreissynode, begrüßen die Gäste

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