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"Nur wenn wir zusammenhalten, können wir etwas bewirken"

So 07.04.2013 11:05
Besuchskommission des Kirchenkreises Eschwege machte Stadtrundgang in Wanfried

Wie stark die Kirchengemeinde Wanfried in das Gemeinwesen der Stadt Wanfried eingebunden ist, konnte die Besuchskommission des Kirchenkreises bei einem Stadtrundgang in Wanfried erleben. Etwa 30 engagierte Wanfrieder hatten sich bei nasskaltem Wetter eingefunden, um den sechs Besuchern aus dem Kirchenkreis ihre Stadt zu zeigen. Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem Gemeindekonvent des Kirchenkreises, der in diesem Jahr in Wanfried stattfindet.

Überrascht wurden die Besucher gleich zu Beginn, als ihnen drei Gestalten in historischen Kostümen entgegentraten: Die Kaufmannsfrau Agneta Kersting (Heidrun Eisenträger), Pfarrer Christian Streibelein (Kurt Eisenträger), der eigens aus Rambach herübergekommen war, und Prinzessin Charlotte Amalie von Hessen-Wanfried (Ute Baden). Sie begleiteten die Besucher während eines Rundgangs, an dem neben dem Kirchenvorstand Wanfried und Pfarrerin Rosemarie Kremmer auch Bürgermeister Wilhelm Gebhard teilnahm. Sie zeigten den Besuchern unter anderem das Elektrizitätswerk Wanfried, den Hafen, den Friedhof, das Industriegebiet, die Feuerwehr, die Gesamtschule, das Pflegezentrum, den Kindergarten, die katholische Kirche, das Musterfachwerkhaus und das Rathaus in Wanfried. Im Anschluss an den Rundgang konnte sich die Gruppe im Evangelischen Gemeindehaus aufwärmen und mit einem Imbiss stärken. In einem Bilanzgespräch wurden Eindrücke ausgetauscht. "Ich habe hier überhaupt kein Jammern gehört", sagte Heike Kuder. Daran konnte Bürgermeister Gebhard gut anknüpfen. "Wir warten nicht mehr nur auf Hilfe von außen. Wir haben es gelernt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen." Die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement sei ungebrochen groß in der Stadt. "Nur wenn wir zusammenhalten, können wir etwas bewirken", ergänzte Peter Feußner vom katholischen Pfarrgemeinderat. Kurt Eisenträger, der viele Ehrenämter innehat, fügte hinzu: "Da sein für die Menschen, das macht viel Spaß."

Auch Dekan Dr. Martin Arnold zeigte sich beeindruckt von so viel bürgerschaftlichem Engagement, in dem auch die Kirchengemeinde eine wichtige Rolle spiele. Der Beitrag der Kirchengemeinde zum Gemeinwesen zeige sich in Wanfried auch in der Trägerschaft für die Kindertagesstätte, in der Gemeindekrankenpflege der Diakonie, in der Mitarbeit im lokalen Bündnis für Familien und in der Friedhofsverwaltung. Er schloss mit einer Vision aus einem neuen Kirchenlied: "Ich träume eine Kirche, die teilt und sich verschenkt, die wenig an sich selber und viel an andre denkt."
Prinzessin Charlotte Amalie und Pfarrer Streibelein begrüßen Dekan Arnold zum Stadtrundgang

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