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Der Kirchenchor Herleshausen auf den Spuren Martin Luthers

Di 22.05.2012 21:40
Der Kirchenchor Herleshausen auf Luthers Spuren
Bei strahlendem Sonnenschein stiegen die Mitglieder des Kirchenchors Herleshausen (und natürlich auch einige Fans und Familienangehörige ) am 20. Mai, Sonntag Exaudi, um 11.00 Uhr, in den Bus mit unserem bewährten Busfahrer Matthias Baum, um im benachbarten Thüringen auf den Spuren Martin Luthers zu "pilgern". Unser erstes Ziel war Gumpelstadt, wo wir das Mittagessen einnahmen. Doch viel Zeit hatten wir nicht, wollten wir doch am Gottesdienst um 14.00 Uhr im Lutherstammort Möhra teilnehmen. Dort angekommen, waren wir überrascht, auf ein bekanntes Gesicht zu treffen: Frau Pfrin. Denner, die vor Jahren in unserem Nachbarort Lauchröden eine Pfarrstelle innehatte. Wir erlebten mit ihr einen sehr schönen Gottesdienst, den wir mit drei Chorsätzen mitgestalten durften: "Lobe den Herrn, meine Seele", "Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht" und "Lieber Gott schick uns deine Engel". Die Gemeindelieder begleitete Pfrin. Denner mangels eines Organisten selbst mit der Gitarre. Wieder einmal wurde uns deutlich, wie reich wir in Herleshausen mit Kirchenmusikern beschenkt sind. Pfrin. Denner sprach in ihrer Predigt darüber, dass Gott für seine Menschen zwei Wohnungen geschaffen hat: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde". Und dass wir tief in uns drinnen immer die Sehnsucht nach dem Himmel tragen. Pfr. von Frommannshausen entdeckte im Altarraum ein sogenanntes Luther-Kino: Auf einer großen Papierrolle war das Leben Dr. Martin Luthers in bunten anschaulichen Bildern verständlich dargestellt. Unser begeisterter Pfarrer ließ mit theatralischen Worten das Werk lebendig werden. So wurde uns das Geschehen in der damaligen Zeit anschaulich vor Augen geführt und wieder ins Gedächtnis gerufen. Im Anschluss an den Gottesdienst besuchten wir die liebevoll eingerichtete Lutherstube. Zum Kaffetrinken ging`s dann nach Altenstein, einem Ortsteil von Bad Liebenstein. Unsere Sangesschwester Renate Ebeling präsentierte uns zum Kaffee interessante Lebensweisheiten, die Martin Luther zugeschrieben wurden. Im Anschluss teilte sich unsere Gruppe, einige wollten den Park von Schloss Altenstein besuchen und wurden von unserem Kantor K.-J. Licht zu etlichen Besonderheiten der herrlichen Parkanlage geführt, während die anderen sich mit Pfr. Dr. Gerland als Pilgerführer auf den Lutherweg zum Glasbachgrund machten. Der Pfad führte durch den Park mit seinem prächtigen Baumbestand steil hinunter zu dem idyllischen Bergdörfchen Steinbach, am Kallenbach entlang durch Wiesen und Wald, immer geleitet durch das "L" ( für Luther ) an Bäumen und Laternenpfählen. Pfr. Dr. Gerland ließ uns bisweilen innehalten: Welche Gedanken und Gefühle oder auch Erinnerungen steigen in uns auf, wenn wir das fließende Wasser des Baches betrachten, in den Wald hinein lauschen, unser Gesicht der Sonne hinhalten, ein paar Krumen Erde in die Hand nehmen und den Geruch erschnuppern, auf die Vogelstimmen hören oder auch einfach nur in uns hinein. In der wunderschönen Natur bekommen wir eine leichte Ahnung von unserer "zweiten Wohnung". Eine Weile gingen wir ganz im Schweigen. Nach etwa 3,5 km erblickten wir den Obelisk, der an Luthers Entführung im Glasbachgrund am 04. Mai 1521 erinnern soll. Eine Quelle erfrischte unsere durstigen Kehlen, und als unsere Sangesgeschwister, die im Park geblieben waren, mit Matthias Baum und dem Bus eintrafen, stimmten wir unter der Leitung von Pfr. von Frommannshausen den Kanon an: "Der Himmel geht über allen auf" und auch noch "Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus", mit begleitenden Bewegungen. Was wir in der Predigt in der Kirche in Möhra aufgenommen hatten, fand hier seine Bestätigung und Vollendung und rundete unseren Ausflug auf wunderbare Weise ab. Mit "Großer Gott wir loben dich" und Luthers Abendsegen dankten wir Gott für den gemeinsam verbrachten Sonntag und stiegen, erfüllt von dem Erlebten in den Bus, der uns über Ruhla und Eisenach gegen 20.00 Uhr wieder wohlbehalten in Herleshausen eintreffen ließ. Ein Danke all denen, die diesen schönen Tag möglich gemacht haben.
B. L.

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