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Neues Eingangsportal an der Vierbacher Kirche

So 27.11.2011 19:12
Mit dem alten Adventslied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" eröffnete die Gemeinde Vierbach ihren Festgottesdienst zur Einweihung der neuen Kirchentür. "Die alte Tür war marode", sagte der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Markus Schulze, "und die Stufen davor aus Waschbeton waren hässlich anzusehen." Die neue Tür ist eine schöne Holzarbeit. Auch Sandsteinstufen, ein neuer Handlauf und eine neue Außenbeleuchtung gehören zur Neugestaltung des Eingangsbereichs. Zum Festgottesdienst am 1. Adventssonntag war der Eingang mit Tannengrün geschmückt. Insgesamt 12.642€ hat die Baumaßnahme gekostet. Mehr als 3.000€ kamen durch Spenden aus der Gemeinde zusammen, die wiederum durch die Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises verdoppelt wurden. Der Rest konnte aus Baurücklagen aufgebracht werden.

In ihrer Festpredigt erzählte Prälatin Marita Natt aus Kassel von der Entstehungsgeschichte des Adventsliedes "Macht hoch die Tür", das der Königsberger Pfarrer Georg Weissel in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges dichtete. Als er einmal bei stürmischem Wetter auf den Dom zulief, um dort Schutz zu suchen, öffnete ihm der freundliche und humorvolle Küster die Tür mit einer tiefen Verbeugung und sagte: "Willkommen im Hause des Herrn! Hier ist jeder in gleicher Weise willkommen, ob Patrizier oder Tagelöhner! Das Tor des Königs aller Könige steht jedem offen." Dieses Erlebnis inspirierte Weissel so, dass er in kurzer Zeit das bekannte Adventslied niederschrieb.

Der Gottesdienst wurde musikalisch mitgestaltet durch den Frauensingkreis Oetmannshausen und durch Stefan Schneider an der Orgel. Im Anschluss versammelte sich die Festgemeinde im Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen, der von Gemeindegliedern selbst gebacken worden war.
Der Kirchenvorstand mit Prälatin Marita Natt (zweite von links) und Pfarrer Ralph Beyer (ganz rechts). Foto: Melanie Salewski

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