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Evangelische Familienbildungsstätte Eschwege erneut im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser

Mi 23.11.2011 11:43
Eine gute Nachricht erreichte jetzt die Evangelische Familienbildungsstätte in Eschwege. Sie wurde vom Bundesfamilienministerium für das "Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II" ausgewählt. Dies bedeutet, dass die Arbeit der Familienbildungsstätte auch in den nächsten drei Jahren durch das Bundesprogramm gefördert wird. Die Familienbildungsstätte erhält einen jährlichen Zuschuss von 40.000€. Aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds werden davon 30.000€ zur Verfügung gestellt. Weitere 10.000€ steuert der Werra-Meißner-Kreis bei.
"Wir freuen uns riesig", sagte Irma Bender, die Leiterin der Familienbildungsstätte, in einer ersten Reaktion. Die Eschweger Familienbildungsstätte gehörte zu den ersten anerkannten "Mehrgenerationenhäusern" in Deutschland. Ziel dieser Häuser ist es, dass sich Menschen verschiedenen Alters begegnen und Möglichkeiten entdecken, sich gegenseitig zu unterstützten. Damit wird das Prinzip der früheren Großfamilie auf die moderne Gesellschaft übertragen und der soziale Zusammenhalt gefördert. Doch das im Jahr 2006 gestartete Programm lief Ende September aus und manchem neu begonnen Projekt drohte das Aus. "Nun können wir die begonnene Arbeit fortsetzen und erweitern", sagte Irma Bender erleichtert. Die Schwerpunkte des neuen Programms heißen Alter und Pflege, Integration und Bildung, haushaltsnahe Dienstleistungen und freiwilliges Engagement. "Da können wir wunderbar anknüpfen, denn in diesen Bereichen haben wir auch selbst schon Schwerpunkte gesetzt", ergänzte Dekan Dr. Martin Arnold für den Evangelischen Kirchenkreis, den Träger der Familienbildungsstätte.
Landrat Stefan Reuß zeigte sich ebenfalls hoch erfreut. Er lobte die gute Vernetzung und Zusammenarbeit der Familienbildungsstätte mit dem Landkreis, den Kommunen, den Kindertagesstätten, Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbänden und Kirchengemeinden. "Bei aller Freude würde ich mir jedoch wünschen", so der Landrat, "dass nicht nur immer wieder befristete Projektförderungen ausgesprochen werden, sondern dass wir zu einer dauerhaften und verlässlichen Förderung dieser Arbeit kommen. Das ist dringend nötig."
Die Leiterinnen Irma Bender und Birgit Elbracht mit Landrat Stefan Reuß, Jugendamtsleiterin Ilona Friedrich, Dekan Dr. Martin Arnold und Besuchern des Mehrgenerationenhauses. Foto: Stefanie Salzmann

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