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Schöpfung bewahren - Schutzgut Wald - Laudato si

Do 22.09.2011 08:58
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum "Internationalen Jahr der Wälder" ausgerufen. Aus diesem Anlass hatten der Kreisverband Werra-Meißner der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Evangelische Kirchenkreis Eschwege zu einer gemeinsamen Feierstunde und Informationsveranstaltung in das Kloster Germerode eingeladen. Nach einer Andacht in der Klosterkirche, die von der Evangelischen Communität Koinonia und Umweltpfarrerin Linda Heinlein gestaltet wurde, informierten der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Lothar Quanz und Förster Lothar Freund über die vielfältigen Funktionen der Wälder. Der Wald, so Lothar Freund, sei seit Menschengedenken Grundlage zur Entstehung nahezu allen Lebens, somit auch des Menschen, seines Lebensstandards und der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung. Dieses wertvolle Gut, so Lothar Quanz, gelte es auch angesichts der vielfältigen Anforderungen, die heute an den Wald gestellt werden, nachhaltig zu schützen und zu bewahren.
Am Beispiel des Sonnengesangs des Franz von Assisi, der in dem Lied "Laudato si" aufgenommen wird, stellte Dekan Dr. Martin Arnold den Schutz der Wälder als ein Paradebeispiel für die Bewahrung der Schöpfung heraus. Die Freude an der Schöpfung und die Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer seien eine starke Motivation, dieses kostbare Geschenk Gottes zu erhalten und die Wälder verantwortlich zu nutzen. Umweltpfarrerin Linda Heinlein berichtete, wie Jugendliche im Konfirmandenunterricht und Kinder im Kindergarten für den Lebensraum Wald sensibilisiert werden können. Den Wald als ein Teil von Gottes guter Schöpfung zu erleben, sei ein wichtiger Aspekt kirchlicher Bildungsarbeit.
Schließlich berichtete auch die Adam-von-Trott-Schule aus Sontra über ihre langjährigen Erfahrungen mit Waldjugendspielen. Der pädagogische Leiter der Schule Ludger Arnold bezeichnete die Waldjugendspiele als eine große Chance, um Schülerinnen und Schüler für ökologische Fragen zu begeistern. Die Biologie-Lehrerin Kathrin Kießler berichtete, wie die Waldjugendspiele in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst gestaltet werden. "Das hat uns wirklich für eine Menge gebracht", bestätigte der Schüler Philipp Ewald aus eigener Erfahrung.
Mit dem Lied "Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt" klang ein Abend aus, der ökologische, politische, pädagogische und geistliche Aspekte miteinander verband.
Die Lehrerin Kathrin Kießler von der Adam-von-Trott-Schule in Sontra berichtet von den WaldjugendspielenUmweltpfarrerin Linda Heinlein stimmte Lieder an, in den das Lob des Schöpfers gesungen wird

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