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Ethische Geldanlage und das Beispiel von Oikocredit

Mi 14.09.2011 10:50
Zu diesem Thema wird wird am Donnerstag, dem 15. September um 20 Uhr der Geschäftsführer des Oikocredit Förderkreises Hessen-Pfalz, Matthias Lehnert, im Gemeindehaus der Auferstehungskirche in Eschwege einen Vortrag halten.

"Was passiert eigentlich mit meinem Geld, während es auf der Bank liegt?"
In Zeiten internationaler Wirtschafts- und Finanzkrisen stellen sich immer mehr Menschen diese Frage und suchen nach Alternativen zu herkömmlichen Geldanlagen. Mittlerweile finden sie ein recht umfangreiches Angebot an Finanzdienstleistungen, die neben wirtschaftlichen auch soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen sollen.

Ethische Geldanlagen - Ein Wachstumsmarkt
Der Markt für die sogenannten "ethischen Geldanlagen" wächst. Neben den klassi-schen Sparbriefen gibt es mittlerweile unter anderem auch "ethische" Girokonten, Versicherungsverträge und Aktienfonds. Doch was ist "ethisch"? Ist es vertretbar, in die Produktion von Rüstungsgütern zu investieren? Wie steht es mit Energieunter-nehmen, die Atomkraftwerke betreiben? Schon diese Fragen zeigen, dass es keine klare und allgemein gültige Definition von ethischer Geldanlage gibt. Viele Privatan-leger/innen sind daher verunsichert. Die ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit geht daher bewusst einen eigenständigen Weg, unabhängig von Banken und Finanzdienstleistern.

Oikocredit - Pionier der Entwicklungsfinanzierung
Die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit wurde 1975 auf Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen gegründet und vergibt seither Darlehen zur Entwicklungsfinanzierung in Afrika, Asien, Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa. Etwa 80 Prozent des verliehenen Kapitals gehen an Mikrofinanzinstitutionen, die das Geld in Form von Mikrokrediten an wirtschaftlich benachteiligte Menschen weiter geben. Diese Menschen können so eine eigene wirtschaftliche Existenz aufbauen und sichern. Viele Produkte, die diese Partner produzieren, sind über den Fairen Handel auch in Deutschland erhältlich.

Einen eigenen Beitrag leisten
Weltweit unterstützen über 43.000 Privatpersonen, Kirchen und andere Organisationen die Arbeit von Oikocredit mit ihrem Geld und ihrem ehrenamtlichen Engagement. Schon mit einer Anlagesumme von 200 Euro kann man als Einzelperson, Kirchengemeinde oder Gruppe in einem Oikocredit- Förderkreis Mitglied werden.

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