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"Wunder gibt es immer wieder ..." Ein Abend für Eltern und Erzieherinnen

Fr 25.02.2011 10:03
Dieser Schlager, mit dem sich einst Katja Ebstein in die Herzen sang,war einigen Erzieherinnen noch gut bekannt. Am Donnerstag, dem 24. Februar, trafen sich 20 Erzieherinnen und Eltern in der Evang. Kindertagesstätte Mauerstraße, um sich mit Wundergeschichten aus dem Neuen Testament und ihre Bedeutung zu befassen. Nach einer Einführung, bei der die Teilnehmenden Wundersames, das Kinder und Erwachsene zum Staunen bringt, erlebten, wurde in Kleingruppen zu zweit und zu dritt an Bibeltexten gearbeitet.
Zusammenfassend erläuterte Pfarrerin Repp-Jost, dass es zur Zeit Jesu viele Wundertäter gab. Die Wunder, die Jesus tat, seien keine singulären Erlebnisse gewesen und damit auch nicht als Legitimationsnachweis seiner Gottessohnschaft zu verstehen. Schon damals seien die Wunder umstritten gewesen. Während das Erlebte bei einzelnen Menschen das Vertrauen in Gott weckte und zu Freude und Dankbarkeit führte, sahen andere darin "Teufelswerk". Jesus selbst lehnte Schauwunder ab. Er wollte nicht seine Macht demonstrieren, sondern Zeichen setzen für den Anbruch des Reiches Gottes, das trotz Krankheit, Schmerz, Gewalt und Tod "mitten unter euch" ist. Neben Wundern, die einen legendenhaften Zug tragen und solchen, die sich nach heutigen Maßstäben rational erklären lassen, gibt es Wunder, die man weder beweisen noch widerlegen kann. Sie halten für uns die Möglichkeit offen, dass Gott auch Große, unerwartete Dinge tun kann und sind Ausdruck des biblischen Gottesglaubens, dass der Gott der Bibel nicht an unsere Denk- und Wahrnehmungskategorien gebunden ist.
Pfrin. Repp-Jost ermutigte Eltern und Erzieherinnen, Wundergeschichten zu erzählen, am besten aus der Perspektive dessen, der Jesu Handeln als Wunder erlebt hat. Denn in dem Geschehen erfahren die Beteiligten ganz subjektiv, dass sie den Gefahren der Welt nicht hilflos ausgeliefert sind. Sie erleben Heilung, Befreiung, Überwindung von Not und Angst. Wundergeschichten machen Mut, sie geben Hoffnung und schenken Vertrauen.
Das brauchen Kinder heute genaus so wie die Menschen der Bibel früher.

Ein solcher Abend, so der Tenor der Erzieherinnen, sei eine gute Sache: als Mitarbeiterinnen in zwei Einrichtungen der Evang. Stadtkirchengemeinde lerne man sich besser kennen. Und es sei schön, mal ohne Druck sich mit einem Thema gemeinsam mit Eltern zu beschäftigen und dabei auch Impulse für die religionspädagogische Arbeit zu erhalten.
Schreibarbeit zum Thema ''Wunder''Austausch über den Bibeltext

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