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Ein Dorf freut sich: 17.500€ für die Orgel in Diemerode

Mo 31.01.2011 15:16
Kassel (epd). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) fördert den Erhalt denkmalgeschützter Kirchenbauten mit insgesamt 651.900 Euro. Zwölf Gemeinden erhielten am Montag in Kassel Bewilligungsbescheide für Innenrenovierungen und Orgelbaumaßnahmen überreicht. Die einzelnen Fördersummen liegen zwischen 11.500 und 163.400 Euro. Die Gemeinden selbst hatten im vergangenen Jahr insgesamt 651.350 Euro an Spendengeldern für die Renovierungsmaßnahmen gesammelt.

Laut Stiftungsverfassung werden Einzelspenden, die den Betrag von 2.556,46 Euro übersteigen, aus den Stiftungserträgen verdoppelt. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds habe sich inzwischen zu einer wichtigen weiteren Säule der Baufinanzierung der Kirchengemeinden entwickelt, hob der Vizepräsident der EKKW, Volker Knöppel, hervor.

Bischof Martin Hein betonte, dass Kirchenrenovierungen auch eine Form von Gemeindeaufbau seien. "Es reicht nicht, wenn die Kirche saniert ist und jetzt geschont wird", rief er zu einem beständigen Engagement auf. Wo schöne Kirchen stünden, sei auch etwas von der Lebendigkeit des Evangeliums zu spüren.

Fördergelder erhielten folgende Kirchengemeinden: Bad Wildungen-Albertshausen (43.800 Euro), Sontra-Diemerode (17.500 Euro), Rosenthal-Roda (35.700 Euro), Gersfeld (163.400 Euro), Hammersbach-Marköbel (69.700 Euro), Hofgeismar-Schöneberg (52.300 Euro), Kassel-Philippusgemeinde (11.500 Euro), Niestetal-Sandershausen (53.900 Euro), Gemünden-Grüsen (44.800 Euro), Marburg-Pfarrkirche (35.700 Euro), Malsfeld-Elfershausen (31.200 Euro), Großalmerode-Epterode (92.400 Euro).

Der Stiftungsvorsitzende Andreas Fehr wies darauf hin, dass seit Gründung der Stiftung im Jahr 2000 insgesamt 202 Bauvorhaben mit rund 8,4 Millionen Euro gefördert worden seien. Kirchengemeinden hätten aufgrund des Anreizes einer Spendenverdoppelung in dieser Zeit mehr als fünf Millionen Euro für ihre Gotteshäuser gesammelt.

Allerdings habe man aufgrund des rückläufigen Zinsniveaus die Zahl der geförderten Projekte von anfangs noch 26 auf nunmehr zwölf pro Jahr reduzieren müssen, sagte Fehr. "Die Stiftung ist dringend auf Zustiftungen angewiesen." Zum wiederholten Mal habe man auf die Zinsen des kommenden Jahres vorgreifen müssen, da sonst das Geld nicht gereicht hätte.

In der EKKW gibt es rund 1.000 Kirchen, der Großteil von ihnen ist denkmalgeschützt. Im Jahr 2000 hatte die Landessynode beschlossen, die Mittel zu ihrem Erhalt durch die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung zu ergänzen. Das Stiftungskapital beträgt 15,8 Millionen Euro.
Die Diemeröder Delegation mit Kirchenkreisamtsleiter Andreas Koch nach der Übergabe des Bewilligungsbescheids

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