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Pfarrer Anton Becker aus Niederhone mit dem Umweltpreis der Landeskirche geehrt

Mo 06.12.2010 08:43
Selbst gebastelte Solarzellen erhielten die zahlreichen Kirchenbesucher während eines Gottesdienstes in Niederhone. Wenn man sie gegen das Licht hält, leuchtet eine Diode auf der Rückseite. Neben der leuchtenden Diode ist zu lesen: "Denn bei dir, Gott, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht" (Psalm 36,10). Anton Becker, Gemeindepfarrer in Niederhone und Berufsschulpfarrer in Eschwege, veranschaulichte so das Projekt "Solares Basteln mit Konfirmanden", für das er von Oberlandeskirchenrätin Ute Stey mit dem diesjährigen Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck geehrt wurde. Seit vielen Jahren bastelt Pfarrer Becker aus Elektroschrott mit Jugendlichen Solarzellen. Für diese besondere Bildungsarbeit, die er nicht nur in seiner eigenen Gemeinde, sondern auch in anderen Gemeinden der Landeskirche anbietet, erhielt er nun den mit 2000€ dotierten Preis. Stefan Weiß, Referent der Ökumenischen Werkstatt Main-Kinzig, lobte die "Elektro-Theologie" Beckers, die mit einfachen Mitteln Kindern und Jugendlichen aufzeige, wie sie beitragen können zur Bewahrung der Schöpfung. Umweltpfarrer Uwe Hesse (Rengershausen) erläuterte im Namen der Jury, dass mit dem Umweltpreis beispielhafte Projekte herausgestellt und zur Nachahmung empfohlen würden. Als besondere Gäste nahmen am Gottesdienst und an der Preisverleihung teil Lothar Quanz, der Vizepräsident des Hessischen Landtages, Henry Thiele, der Erste Kreisbeigeordnete des Werra-Meißner-Kreises, und der Eschweger Bürgermeister Alexander Heppe. "Den Preis bekommt Anton Becker zwar persönlich", sagte Dekan Dr. Martin Arnold in einem Grußwort, "aber wir sind alle ein bisschen mit stolz."
Von links nach rechts: Anton Becker, Ute Stey, Stefan Weiß und Uwe Hesse

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