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Open-Flair-Gottesdienst: Erst "Bad Church" - dann "Bad Religion"

Mi 11.08.2010 17:47
Bevor am kommenden Sonntagabend die amerikanischen Punk-Rocker der Band "Bad Religion" die letzten Stunden des Musikfestivals beschallen, geht es bereits am frühen Nachmittag um die "Bad Church". Genau so lautet nämlich das provokante Thema des diesjährigen OpenFlair-Gottesdienstes. Passend dazu wurden in der Stadt neuartige Verbotsschilder mit einer rot durchgestrichenen Kirche plakatiert. Motto und Logo spielen bewusst mit der Ähnlichkeit zu den berühmten Punkrockern, aber auch inhaltlich soll es im Gottesdienst tatsächlich um die "Böse Kirche" gehen. Im Ankündigungstext heißt es:

"Eine Bischöfin fährt volltrunken Auto. Seelsorger Missbrauchen Schutzbefohlene. Gottes Bodenpersonal zeigt immer wieder menschliche Schwächen und menschliches Versagen. - Wozu soll eine solche Kirche eigentlich noch gut sein? Darf sie sich überhaupt noch in der Gesellschaft zu Wort melden, mahnen oder Kritik äußern - wo sie doch selbst moralisch so angreifbar ist? Müssen Christen also "unfehlbar" sein, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen? Darf sich eine Kirche für das Gute stark machen, wenn sie doch selbst immer wieder Böses hervorbringt?"

All das sind Fragen, denen Pfarrer Roland Kupski (Predigt) und das Vorbereitungsteam des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege beim Open-Flair-Gottesdienst 2010 nachgehen werden.

Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgen die Frankenberger Punk-Rocker von FolxPunk.

Sonntag, 15.08.2010, 14.00 Uhr
Waldbühne am Großen Leuchtberg, Eschwege
(bei Regen in der Neustädter Katharinenkirche, Eschwege)

Fahrdienst zur Waldbühne:
13.00 Uhr ab Neustädter Katharinenkirche,
13.05 / 13.20 / 13.40 Uhr ab Tränenbrücke
Wozu kann eine schlechte Kirche gut sein? (Fotomontage: J. Meier)

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