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Welche Religion hat Recht? Prof. Michael Roth zu Gast beim Evangelischen Forum in Eschwege

Do 18.03.2010 08:47
Mit der Frage nach dem Wahrheitsanspruch des Christentums beschäftigte sich Professor Dr. Michael Roth von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn bei einem Vortrag im Evangelischen Forum in Eschwege. Er vertrat dabei die These, der christliche Glaube sei nicht als objektive Wahrheit, sondern als Vertrauen und Lebensvollzug zu verstehen. Gerade so müsse er im Dialog mit anderen Religionen zur Sprache gebracht werden. Der Wahrheitsanspruch des Christentums dürfe zwar nicht relativiert werden. Man müsse aber auch die Wahrheitsansprüche anderer Religionen zur Kenntnis nehmen. "Als Christen müssen wir es ertragen, dass auch andere Religionen Wahrheit für sich beanspruchen", so Prof. Roth. Die Wahrheit des Christentums könne nicht demonstriert, bewiesen oder aufgezwungen, sondern nur bezeugt werden in Wort und Tat.
Zuvor hatte Professor Roth mit etwa 70 Schülerinnen und Schülern des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums und des Oberstufengymnasiums in Eschwege über das Wahrheitsverständnis des Christentums diskutiert. Dabei zeigte er sich überrascht vom hohen Niveau, auf dem die Schülerinnen und Schüler mit ihm diskutierten. Einige bedauerten, nicht mehr Zeit für das Gespräch zu haben. "Vielleicht haben Sie Interesse an einem sechsjährigen Kurs, an einem Theologiestudium", so der Theologieprofessor abschließend.
Prof. Dr.Michael Roth von der Universität Bonn

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