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"Wieder mal Gott gespielt?" - Manfred Siebald in der Auferstehungskirche

Di 16.03.2010 22:35
Er kam, sah und bewegte die Leute. Mit seinem beeindruckenden Vortragsstil und sehr aussagekräftigen Texten begeisterte der "Altmeister" der christlichen Liedermacher, Manfred Siebald, am Freitagabend etwa 250 Besucher in der vollbesetzten Auferstehungskirche auf dem Eschweger Heuberg. Gut zwei Stunden (ohne Pause) dauerte das Konzert des mittlerweile 62jährigen Künstlers. Beeindruckend war die Authentizität des Sängers, dem man jedes seiner Worte ehrlich abnehmen konnte und die von tiefem Gottvertrauen zeugten. Sein Konzert war ein musikalisches Glaubensbekenntnis. "Wir haben schon wieder mal Gott gespielt und haben uns wieder allmächtig gefühlt. Wir schaffen wohl nicht, uns nur daran zu freun, als Menschen zu leben und menschlich zu sein.” (CD Aber sicher)

Der Kontakt zum Publikum war von Beginn an da, denn viele seiner Lieder sind bekannt und beliebt. Aber Siebald erreichte seine Zuhörer nicht nur mit brillant getexteten Liedern von Freude, Erwartung, Not und Verzweiflung - von menschlichen Träumen und Albträumen, wie er es umschreibt. Zugleich bestach der Literaturwissenschafter der Gutenberg Universität Mainz mit intelligenter, niveauvoller Moderation. Dabei ließ er es an feinem Humor ("Ich höre euch förmlich denken!"), Sarkasmus und Ironie ("Erstaunlich, das so viele Menschen so leise singen können!") nicht fehlen.

Auch einige seiner altbekannten Lieder durften nicht fehlen. So stimmte der Chor bereitwillig in "Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht" ein und ließ sich von "Geh unter der Gnade" Gottes Segen zusprechen.

Ein beeindruckender Abend.

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