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Erinnerung an die Grenzöffnung - Pfarrerschaft aus Mühlhausen und Eschwege traf sich zu gemeinsamer Konferenz

Mo 07.12.2009 08:37
"Große Ereignisse gehen auch an unserer Pfarrkonferenz nicht vorüber", schrieb der damalige Eschweger Dekan Dr. Helmut Gehrke am 24. November 1989, und lud die Pfarrerschaft zu einer ersten gemeinsamen Pfarrkonferenz der Kirchenkreise Eschwege und Mühlhausen für den 6.Dezember 1989 nach Eschwege ein. In Erinnerung an diese denkwürdige Begegnung kurz nach der Grenzöffnung vor 20 Jahren hatte der jetzige Eschweger Dekan Dr. Martin Arnold wiederum zu einer gemeinsamen Pfarrkonferenz in Eschwege eingeladen, an der mehr als 60 Pfarrerinnen und Pfarrer aus beiden Kirchenkreisen teilnahmen. Einige, die bereits bei der Konferenz vor 20 Jahren dabei waren, erzählten von den bewegenden Ereignissen des Jahres 1989. Dabei kam immer wieder der Dank für den friedlichen Verlauf dieser Revolution zum Ausdruck, die unter anderem durch die Friedensgebete in den Kirchen ausgelöst wurde. Aus dem Kennenlernen im Jahr 1989 ist inzwischen eine feste Partnerschaft zwischen beiden Kirchenkreisen geworden, die in regelmäßigen gemeinsamen Gottesdiensten, vielen Begegnungen und Projekten ihren Ausdruck findet. Die Konferenz hatte begonnen mit einer gemeinsamen Andacht in der Eschweger Marktkirche, in der Superintendent Andreas Piontek aus Mühlhausen davon erzählte, wie die staatliche Zensur in der DDR Anstoß nahm an den "Herrnhuter Losungen", in denen Bibelworte zu lesen waren wie: "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch" oder "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen". In der Marktkirche ist zurzeit auch eine Fotoausstellung mit Bildern von der Grenzöffnung aus dem Jahr 1989 zu sehen.
(Foto: Sieglinde Repp-Jost) Eine große Runde war zusammen gekommen

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