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Konfirmandentag zur Grenzöffnung im oberen Werratal

Sa 22.08.2009 10:00
"Grenzen überwinden" - unter diesem Motto stand die Radtour von 40 Konfirmanden, Firmlingen und Alt-Konfirmanden entlang der ehem. innerdeutschen Grenze.
Die Jugendlichen starteten in ihren Heimatgemeinden Wanfried, Weißenborn, Rambach, Heldra, Altenburschla, Großburschla, Schnellmanshausen und Völkershausen. Der erste gemeinsame Treffpunkt war die Kirche von Großburschla, wo Pfr. Anbau die Andacht mit den Worten eröffnete: "Auch damals begann es in der Kirche..." - . Gemeint sind die Friedensgebete und der geistliche Austausch der Christinnen und Christen im Osten Deutschlands vor 20 Jahren. Sie ermutigten dazu, Worte der Freiheit weiterzugeben und friedlich zu revolutionieren.
Pfr. Anbau ist Zeitzeuge der damaligen Ereignisse: Als am 13. November 1989 die Grenze zwischen Großburschla und Heldra aufging, war er gerade mit seiner Gemeinde zum Friedensgebet versammelt - aus dem Friedensgebet wurde ein spontaner Dankgottesdienst, den er mit seiner Gemeinde und Pfrin. Hossbach und Menschen aus den Gemeinden Altenburschla und Wanfried am geöffneten Grenzzaun feierte!
Eindrücklich erzählt Pfr. Anbau den Jugendlichen von diesen bewegenden Ereignissen. Wie damals, am Grenzzaun, sangen auch die Jugendlichen zum Abschluss der Morgenandacht "Großer Gott, wir loben dich".
Anschließend ging es in vier Gruppen auf die Räder. Jede der Gruppen radelte vier Stationen ab: die Mäusemühle bei Rambach, das Heimatmuseum in Weißenborn, das "blaue Wunder" bei Heldra und das Grenzmuseum in Wanfried. Zum Mittag- und Abendessen kamen die Jugendlichen jeweils in Großburschla am Kindergarten zusammen, wo sie vom Ehepaar Anbau und Großburschlaer Gemeindegliedern vorzüglich versorgt wurden!
Grenzen wurden an diesem Tag aber nicht nur räumlich mehrfach überwunden: Bei der Bewältigung der ca. 55 km langen Strecke wuchsen die Jugendlichen mit ihren Begleitern über sich hinaus - getragen von der bunten, zuversichtlichen und fröhlichen Gemeinschaft, die sie verbindet.
Um Gemeinschaft, Frieden, Zuversicht und Überwindung ging es auch in der Schlussandacht, die Pfr. Kunstmann über die Begegnung von Jakob und Esau an der Grenze und über die Versöhnung der beiden Brüder (Gen 33) hielt: Unter dem Segen Gottes gehen wir als Versöhnte in unser Leben!
Grenzen überwinden? - - Für Christenmenschen ist Gemeinschaft mit Gott und den Menschen der Weg zu Entgrenzung und Freiheit:
"In allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat! Ich bin gewiss, dass uns nichts von der Liebe Gottes in Christus Jesus trennen kann! Überwindet das Böse mit Gutem." (aus Röm 8,37ff).

Herzlicher Dank an:
• M. Heinisch, A. Viehl, P. Heidler (Weißenborn und Rambach), Pfr. Schmitt, E. Niklass, Hr. Eberhard (Wanfried) und J. Wilhelm (Heldra) für die Betreuung der Stationen
• St. Zündel, B. Hoßbach, M. Baden, F. Kaukemüller, Hr. und Fr. Blumenstein, K. Eisenträger, H. Striening, Pfr. Pütz und Pfr. Kunstmann sowie unseren Altkonfirmanden J. Karaman, M. Fischer und C. Schreivogel für die Begleitung der Gruppen auf der Tour
• allen Eltern für die Kuchen- und Brötchenspenden
• allen Ehrenamtlichen an den Stationen, die uns mit Essen und Trinken versorgt haben
Organisiert und durchgeführt wurde das Projekt von den Pfarrern
Schneider (Treffurt), Anbau (Großburschla), Pütz (Weißenborn/Rambach), Kunstmann (Altenburschla), Schmitt und Kaukemüller-Nohl (Wanfried).
Die Begleiter (von links nach rechts): Ehepaar Kaukemüller-Nohl, Björn Kunstman, Thomas Anbau, Maximilian Baden, Kurt Eisenträger, Heiko Striening, Ehepaar Blumenstein, Bettina Hoßbach und Rüdiger Pütz

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