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Christlicher Glaube und sinnloses Leiden - Professor Ingolf Dalferth aus Zürich hielt Seminar und Vortrag in Eschwege

Fr 14.11.2008 09:02
Mit der schwierigen Frage nach dem Bösen, dem Übel und dem sinnlosen Leiden setzte sich Ingolf Dalferth, Professor für systematische Theologie in Zürich, auseinander. Zunächst hielt er ein theologisches Seminar, zu dem neben der Pfarrerschaft des Kirchenkreises Eschwege auch die Religionslehrerinnen und Religionslehrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten eingeladen waren. Am Beispiel der biblischen Erzählungen von Abraham (1. Mose 22) und Jesus (Markus 14-15) ging Dalferth der Frage nach der Verlässlichkeit Gottes angesichts sinnlosen Leidens nach. "Die Hoffnung des Glaubens auf Gott ist die Hoffnung und Zuversicht, dass nichts so böse und kein Übel so groß ist, dass es die Menschen von der Liebe Gottes trennen könnte", hielt Dalferth als Ergebnis fest. Am Abend trug er seine Thesen dann in einem öffentlichen Vortrag in der Marktkirche vor. Aufgabe der Theologie sei nicht eine abstrakte Erklärung sinnlosen Leidens. Sie könne aber Orientierung geben, indem sie Menschen helfe, ihr konkretes Leiden anders und neu zu verstehen. An den Vortrag, zu dem etwa 45 Menschen gekommen waren, schloss sich eine Aussprache an. Dekan Dr. Martin Arnold dankte Professor Dalferth für seine hilfreichen Gedanken zu einer schwierigen, aber wichtigen Frage menschlichen Lebens.
Professor Dalferth stellte sich den Fragen der ZuhörerTheologen diskutierten über das BöseProfessor Dalferth bei seinem Vortrag in der Marktkirche

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